
Landrat Dietmar Seefeldt (am Pult) begrüßte die Führungskräfte des Brand- und Katastrophenschutzes des Kreises und der Stadt Landau.
Foto: KV SÜW
SÜW – Engagement im Brand- und Katastrophenschutz ist unverzichtbar – das betonte Landrat Dietmar Seefeldt bei einer Feierstunde, in der er neue Führungskräfte verpflichtete und ihre Vorgänger verabschiedete.
Die Veranstaltung fand im Rahmen der Zusammenarbeit des Landkreises Südliche Weinstraße und der Stadt Landau statt. Auch Stefan Krauch, Brand- und Katastrophenschutzinspekteur der Stadt Landau, war anwesend.
Landrat Seefeldt würdigte die gestiegene Bedeutung des Zivil- und Bevölkerungsschutzes, besonders seit der Flutkatastrophe im Ahrtal: „Unsere Einsatzkräfte sind häufiger und intensiver gefordert. Ihnen allen gilt mein herzlicher Dank für ein Engagement, das niemals selbstverständlich sein sollte.“ Gleichzeitig bedankte er sich bei den ausscheidenden Kräften für ihren Einsatz und wünschte den neu Verpflichteten viel Erfolg.
Er hob die kontinuierlichen Investitionen im Rahmen des Bedarfs- und Entwicklungsplans 2023 bis 2033 hervor. So wurden 2024 vier Fahrzeuge in Dienst gestellt, weitere sind in Planung. Zudem erinnerte er an wichtige Meilensteine des Jahres, darunter die Teilnahme an einer zivil-militärischen Übung in Mainz, das erste kreisweite Waldbrandseminar in Herxheim und die Einführung des Online-Hilfsportals „Red Farmer“ in Bayern.
Dank an Einsatzkräfte
Dezernent Uwe Huth lobte den Einsatz der Kräfte, die „tagtäglich einsatzbereit sind und der Bevölkerung helfen, nicht nur im Brandfall“. Der zeitliche Aufwand, den viele Ehrenamtliche neben ihrem Hauptberuf leisten, sei immens. Jens Thiele, Brand- und Katastrophenschutzinspekteur der Südlichen Weinstraße, bedankte sich bei den scheidenden und begrüßte die neuen Führungskräfte: „Ich habe immer gerne mit euch zusammengearbeitet und freue mich auf die künftige Zusammenarbeit im Team.“
Thiele betonte die erfolgreiche Kooperation mit der Stadt Landau und unterstrich, wie essenziell der ehrenamtliche Einsatz für den Landkreis sei: „Dieser Einsatz ist unbezahlbar.“
Neue Führungspositionen
Die Führungsriege im Katastrophenschutz wurde mit erfahrenen Kräften verstärkt:
- Rettungshunde und Ortungstechnik: Nadine Germann und Stephan Korn übernehmen die Leitung der Facheinheit, die auch als Landesfacheinheit tätig ist.
- Grenzüberschreitende Zusammenarbeit: Peter Wollny und Christoph Hormuth ergänzen als deutsch-französische Verbindungsbeamte die gemeinsame Einsatzleitung.
- Gefahrstoffzug: Michael Ring führt gemeinsam mit seinen Stellvertretern und den Führungskräften der Stadt Landau den Gefahrstoffzug. Er folgt auf Sascha Degen, der das Amt zuvor kommissarisch innehatte.
- Leitender Notarzt: Johannes Becker beendet seine Tätigkeit als Leitender Notarzt und als stellvertretender Projektleiter der „Erstretter Südpfalz“ aufgrund eines Wohnortwechsels. Seine Nachfolge tritt Michael Dächert als stellvertretender Projektleiter an.
Das 2023 gegründete Einsatznachsorgeteam leistet wichtige Arbeit in der psychosozialen Betreuung und Prävention. Susanne Lahn, Julia Ruf und Sarah Schreieck wurden für ihre Mitwirkung verpflichtet, obwohl sie zuvor nicht im Feuerwehr- oder Katastrophenschutz tätig waren.
Wechsel bei Zugführern
Seit 2020 war Lukas Fücks Zugführer des SÜW-Katastrophenschutzzugs und hat in dieser Funktion mehrere Großeinsätze begleitet, unter anderem die Flutkatastrophe im Ahrtal oder den Waldbrand beim Hambacher Schloss. Er scheidet auf eigenen Wunsch aus. Auf ihn folgt Jens Wingerter von der Feuerwehr Offenbach, der bereits seit 2020 neben Christian Guth und Tobias Schmidt einer der stellvertretenden Zugführer war.
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