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Von Mickey Mouse bis Michael Jordan: Merchandising in Film und Sport

Caps, Poster, Spielfiguren, Trikots und sogar Bettzeug: Es gibt fast nichts, was es für Film- und Sportfans nicht zu erwerben gibt. Mit Merchandising-Produkten werden heute Millionen verdient.

Möglich wird dies durch die Nutzung der Images bekannter Figuren, Filme, Marken, VIP-Persönlichkeiten oder Sportmannschaften, die so den Absatz der Produkte ankurbeln.

Merch-Artikel der Filmindustrie

Die Ursprünge des kommerziellen Merchandisings lassen sich bis in die frühen 1930er Jahre zurückverfolgen, als Walt Disney die Vision hatte, die Charaktere seiner Filme auch außerhalb der Leinwand zu kommerzialisieren.

Also lizenzierte er die Hersteller von Produkten wie Spielzeug, Kleidung und Schulmaterialien, ihre Produkte mit den Bildern von Mickey Mouse und anderer beliebter Disney-Figuren zu versehen. Dies markierte den Beginn einer neuen Ära, in der Filmstudios die Popularität ihrer Charaktere nutzten, um sich eine zusätzliche Einnahmequelle zu erschließen.

Der Durchbruch im Filmmerchandising kam jedoch mit dem Erfolg von „Star Wars“ im Jahr 1977. George Lucas, der Schöpfer von „Star Wars“, handelte einen lukrativen Vertrag aus [2], der ihm die Rechte an allen Merchandising-Artikeln sicherte. Diese Entscheidung erwies sich als äußerst profitabel, da der Film ein riesiger Erfolg wurde und eine enorme Nachfrage nach „Star Wars“-Produkten auslöste.

Die Vielfalt der Artikel reichte von Actionfiguren und Modellbausätzen bis hin zu Kleidung und Bettwäsche. Die „Star Wars“-Merchandising-Maschine setzte neue Maßstäbe und zeigte der Wirtschaftswelt das immense Potenzial, das im Merchandising steckt.

In den folgenden Jahrzehnten folgten weitere große Film-Franchises wie „Harry Potter“, „Der Herr der Ringe“ und das Marvel Cinematic Universe [3] dem Beispiel von „Star Wars“. Diese Filme produzierten nicht nur riesige Einnahmen an den Kinokassen, sondern auch durch den Verkauf von Merchandising-Artikeln. Heute ist das Merchandising ein unverzichtbarer Bestandteil der Filmindustrie.

Merchandising im Sport

Das Merchandising von Sportvereinen hat seine Wurzeln im frühen 20. Jahrhundert, doch erst in den 1960er und 1970er Jahren begann es wirklich zu florieren. Mit dem Aufstieg des Fernsehens und der zunehmenden Popularität von Sportveranstaltungen wie dem Super Bowl und den Olympischen Spielen stieg die Nachfrage nach Fanartikeln stetig.

Ein entscheidender Moment in der Geschichte des Sportmerchandisings war dabei die Gründung der National Football League (NFL) Properties im Jahr 1963. Diese Organisation wurde ins Leben gerufen, um die Merchandising-Rechte der NFL-Teams zu verwalten und zu vermarkten. In den folgenden Jahren wuchs der Markt für Sportartikel exponentiell: Heute sind Caps, Trikots, Hüte, Schals und andere Fanartikel in aller Welt ein unverzichtbarer Bestandteil der Sportkultur.

Ein weiteres bemerkenswertes Beispiel für erfolgreiches Sportmerchandising ist die Partnerschaft zwischen Michael Jordan und Nike. Die Einführung der Air-Jordan-Schuhe in den 1980er Jahren revolutionierte die Sportbekleidungsindustrie und schuf eine der bekanntesten und erfolgreichsten Marken der Welt. Die Air-Jordan-Schuhe [4] wurden zu einem Symbol für Basketballkultur in der Mode und erzielten Millionen von Verkäufen weltweit.

In der heutigen Zeit sind Sportvereine und Athleten zu globalen Marken geworden, die eine Vielzahl von Merchandising-Produkten anbieten. Von traditionellen Fanartikeln bis hin zu exklusiven Sammlerstücken hat sich das Sportmerchandising kontinuierlich weiterentwickelt, um den sich ändernden Vorlieben und neuen Technologien gerecht zu werden.

Merchandising-Produkte in der Finanzbranche

Das Merchandising als zusätzliche Einnahmequelle wird mittlerweile auch in Branchen genutzt, die in der Vergangenheit nicht unbedingt dafür bekannt waren. Ein passendes Beispiel hierfür kommt aus der Finanzwelt: So bietet das Finanzdienstleistungsunternehmen tecis in einem Online-Merchandising-Shop seinen Mitarbeitenden und Kunden Hoodies und T-Shirts mit dem tecis-Logo [5] zum Kauf an.

Was zunächst erstaunen mag, hat bei näherer Betrachtung seinen guten Grund: Die Finanzberaterinnen und Finanzberater von tecis haben vor allen Dingen die junge Kundengruppe im Visier – und die trägt nun mal eher Kapuzenpullover als Zweireiher.

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