
Foto: Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt Bezirksverband Süd-West-Pfalz
Kreis Germersheim – Wenn es beim Job-Start nicht glatt läuft: „Von unbezahlten Überstunden über die Urlaubssperre bis zum Handyverbot – Azubis wissen oft nicht, wie sie dran sind“, sagt Marina Rimkus, Bezirksvorsitzende der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU).
Rimkus hat einen Tipp für die rund 1.560 jungen Menschen, die derzeit im Landkreis Germersheim eine Ausbildung machen: „Wer Fragen oder Probleme hat, bekommt im Internet auf dr-azubi [1] prompt und professionell Hilfe.“
Der „Azubi-Service“ des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) biete laut Rimkus eine „24/7-Sprechstunde“ unabhängig vom Thema. „Passt das Geld, das die Firma im Kreis Germersheim für die Ausbildung bezahlt? Was ist mit Überstunden und Urlaub? Was sollten Azubis machen, wenn es um Gefahren für die eigene Gesundheit geht? Wie funktioniert ein Wechsel vom Ausbildungsplatz? …“, nennt sie einige Beispiele.
Die Vorsitzende kennt die Probleme rund um die Ausbildung. „Viele Jugendliche im Kreis Germersheim sind erst seit ein paar Wochen dabei. Für sie ist die Ausbildung Neuland.“ Es gehe darum, gerade ihnen den Rücken zu stärken. „Wenn Azubis dauernd Arbeiten machen müssen, die nichts mit ihrer Ausbildung zu tun haben, dann muss mit dem Betrieb gesprochen werden. Dabei spielen gerade der Betriebsrat und die Gewerkschaft eine wichtige Rolle“, sagt Marina Rimkus. Azubis könnten auch ihren Ausbildungsvertrag von der Gewerkschaft prüfen lassen, so die IG BAU Süd-West-Pfalz.
Nach Angaben der IG BAU Süd-West-Pfalz können Auszubildende auch ihren Ausbildungsvertrag von der Gewerkschaft prüfen lassen.
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