- Pfalz-Express - https://www.pfalz-express.de -

Von Cannabis-Schmuggel bis versuchtem Totschlag: Mehrere Prozesse an Landgericht Landau

Großer Sitzungssaal im Landgericht Landau.
Foto: Pfalz-Express

Vor den Strafkammern des Landgerichts Landau in der Pfalz beginnen in den kommenden Wochen mehrere umfangreiche Strafverfahren.

Die Anklagen betreffen unter anderem Drogenhandel, schwere Gewaltverbrechen sowie eine Serie von Eigentums- und Körperverletzungsdelikten. Alle Verhandlungen finden, sofern nicht anders angegeben, im Sitzungssaal 309 statt.


Verfahren wegen Cannabis-Schmuggels

Vor der 3. Strafkammer beginnt am Dienstag, 13. Januar 2026, um 9 Uhr ein Verfahren wegen verbotenen Handels mit Cannabis. Angeklagt sind zwei Männer im Alter von 43 und 44 Jahren aus Serbien.

Ihnen wird vorgeworfen, bis Juli 2025 mit einem Lastwagen eine große Menge Cannabis aus Spanien nach Deutschland eingeführt zu haben, um die Drogen hier gewinnbringend weiterzuverkaufen. Der Lkw wurde bei einer Zollkontrolle in Schwegenheim durchsucht. Dabei stellten die Beamten mehr als 430 Kilogramm Haschisch sicher.

Als Fortsetzungstermine sind der 15. und 29. Januar sowie der 10. Februar 2026, jeweils um 9 Uhr, vorgesehen.


Vielzahl von Straftaten: Angeklagter soll Verkäufer bewusstlos geschlagen haben

Vor der 1. Strafkammer beginnt am Freitag, 16. Januar 2026, um 9 Uhr ein umfangreiches Verfahren gegen einen 24-jährigen Angeklagten. Ihm werden unter anderem gefährliche Körperverletzung, räuberischer Diebstahl, Diebstahl, Betrug, Bedrohung, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Beleidigung und Sachbeschädigung zur Last gelegt.

Die Taten sollen sich zwischen Oktober 2024 und Juli 2025 in Speyer, Lustadt, Zeiskam, Landau und weiteren Orten ereignet haben. Nach den Vorwürfen soll der Mann wiederholt andere Personen körperlich angegriffen, beleidigt und bedroht haben. Zudem soll er mehrfach Ladendiebstähle begangen haben. In einem Fall soll er einen Verkäufer, der auf die Bezahlung eingesteckter Waren bestand, bewusstlos geschlagen haben.

Weiter wird ihm vorgeworfen, mehrfach Taxifahrten angetreten zu haben, ohne diese zu bezahlen. Da der Angeklagte an einer psychotischen Störung leidet, geht die Staatsanwaltschaft von einer verminderten Schuldfähigkeit aus. Eine Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung steht im Raum.

Fortsetzungstermine sind für den 23. Januar sowie den 6., 16., 20., 23. und 25. Februar 2026, jeweils um 9 Uhr, angesetzt.


Anklage wegen versuchten Totschlags nach Kerwe-Streit

Vor der 2. Strafkammer beginnt am Montag, 2. Februar 2026, um 9 Uhr ein Verfahren wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung. Angeklagt ist ein zur Tatzeit 18-jähriger Mann.

Nach der Anklage soll es im August 2025 auf der Kerwe in Rülzheim zunächst zu einem Streit gekommen sein, bei dem der Angeklagte körperlich unterlegen war. Anschließend soll er sich einen scharfkantigen Gegenstand beschafft und seinen Kontrahenten erneut angegriffen haben. Dabei soll er dem Opfer mehrere Stichverletzungen im Brust- und Bauchbereich zugefügt und zudem Fußtritte gegen den Kopf ausgeführt haben. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, sich dabei bewusst gewesen zu sein, dass sein Verhalten zum Tod des Opfers hätte führen können.

Fortsetzungstermine sind für den 16., 17., 18., 23. und 24. Februar sowie den 9., 13., 27., 30. und 31. März 2026, jeweils um 9 Uhr, vorgesehen.


Serie von Überfällen an Bahnhöfen und öffentlichen Plätzen

Ebenfalls vor der 2. Strafkammer beginnt am Mittwoch, 4. Februar 2026, um 9 Uhr ein weiteres Verfahren. Angeklagt sind fünf Personen, die zur Tatzeit jugendlich oder heranwachsend waren.

Ihnen wird räuberische Erpressung, gefährliche Körperverletzung und Bedrohung vorgeworfen. Die Taten sollen sich zwischen August 2021 und Februar 2023 in Landau und weiteren Orten ereignet haben. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand sollen die Angeklagten in wechselnden Gruppierungen, teilweise gemeinsam mit weiteren, gesondert verfolgten Tätern, an Bahnhöfen, Busbahnhöfen und anderen öffentlichen Orten vorgegangen sein.

Dabei sollen sie ihre Opfer zunächst angeschnorrt oder beleidigt und anschließend durch Androhung oder Anwendung von Gewalt zur Herausgabe von Bargeld und Wertgegenständen gezwungen haben.

Als Fortsetzungstermine sind der 5., 9., 11. und 12. Februar 2026, jeweils um 9 Uhr, angesetzt.

Gefällt Ihnen unsere Zeitung?

Fügen Sie den Pfalz-Express als bevorzugte Quelle bei Google hinzu. So verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten aus der Region.

⭐ Bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen [6]