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Versuchtes Tötungsdelikt in Ludwigshafen: Durchsuchungen und weitere Festnahmen – Waffen und Diebesgut gefunden

Symbolbild: Pfalz-Express

Ludwigshafen/Frankenthal –  Mehr als einen Monat nach einem versuchten Tötungsdelikt in der Ludwigstraße in Ludwigshafen treiben Staatsanwaltschaft und Polizei die Ermittlungen mit Nachdruck voran.

Am Donnerstag (22. Januar 2026) durchsuchten Einsatzkräfte mehrere Wohnungen in Ludwigshafen und Frankenthal und nahmen einen weiteren Tatverdächtigen fest.

Ausgangspunkt der Ermittlungen ist ein Gewaltverbrechen vom 19. Dezember 2025. An diesem Abend war ein 24-jähriger Mann gegen 21.40 Uhr in der Ludwigstraße von mehreren Personen angegriffen worden.

Nach bisherigen Erkenntnissen geriet er mit einer Gruppe von sechs Personen in Streit, der schließlich eskalierte. Mehrere Beteiligte sollen gemeinsam auf den Mann eingeschlagen haben. Das Opfer erlitt lebensgefährliche Verletzungen und musste notoperiert werden. Mittlerweile besteht nach Angaben der Ermittler keine akute Lebensgefahr mehr.

Die Staatsanwaltschaft Frankenthal (Pfalz) und die Kriminalpolizei Ludwigshafen nahmen daraufhin Ermittlungen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts auf. Bereits am 23. Dezember 2025 nahmen Polizeikräfte einen damals 17-jährigen Tatverdächtigen in Ludwigshafen vorläufig fest. Einen Tag später führte man ihn dem Haftrichter vor, der auf Antrag der Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft wegen dringenden Tatverdachts des versuchten Totschlags anordnete. Der mittlerweile 18-Jährige sitzt seither in einer Jugendstrafanstalt.

Im weiteren Verlauf der Ermittlungen identifizierten die Ermittler sechs weitere Tatverdächtige im Alter zwischen 15 und 18 Jahren. Am Donnerstag schlugen Polizei und Staatsanwaltschaft erneut zu: Beamte durchsuchten die Wohnanschriften der Jugendlichen in Ludwigshafen und Frankenthal. Dabei stellten sie umfangreiches Beweismaterial sicher, darunter Mobiltelefone, einen Computer, Kleidung sowie Vermummungsgegenstände.

Waffen und Diebesgut

Zudem fanden die Einsatzkräfte zwei verbotene Waffen, einen Totschläger und einen Schlagring. Darüber hinaus stellten die Beamten bei einem Beschuldigten und dessen Vater zahlreiche Werkzeuge sicher, die als gestohlen gemeldet waren. Entsprechende weitere Strafverfahren wurden eingeleitet.

Gegen einen weiteren Tatverdächtigen, einen 18-jährigen Mann aus Ludwigshafen, hatte die Staatsanwaltschaft Frankenthal bereits im Vorfeld einen Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des versuchten Totschlags erwirkt.

Die Polizei nahm ihn an seiner Wohnanschrift fest. Noch am selben Tag wurde der junge Mann dem Haftrichter vorgeführt, der den Haftbefehl in Vollzug setzte. Auch er wurde in eine Jugendstrafanstalt gebracht.

Die Ermittlungen zu dem versuchten Tötungsdelikt dauern weiterhin an.

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