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Versuchter Mord im Pfalzklinikum: Patient sticht auf schlafenden Zimmergenossen ein

Forensische Abteilung im Pfalzklinikum Klingenmünster.
Foto: Pfalz-Express

Klingenmünster – Nach einem blutigen Angriff im Pfalzklinikum Klingenmünster am 4. Februar 2025 hat die Staatsanwaltschaft Landau Anklage gegen einen somalischen Patienten erhoben. Dem Mann wird versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Der Beschuldigte war nach einem früheren Tötungsdelikt bereits in der geschlossenen forensischen Abteilung des Klinikums untergebracht. Dort soll er am frühen Morgen des 4. Februar gegen 6.50 Uhr seinen schlafenden Zimmergenossen attackiert haben, offenbar mit der Absicht, ihn zu töten. Als Waffe soll er ein einfaches Buttermesser benutzt haben, das zum Frühstück ausgegeben worden war.

Laut Anklage versetzte der Mann seinem Mitpatienten mehrere Stiche und Hiebe in den Halsbereich. Das Opfer konnte sich trotz der Verletzungen in letzter Sekunde retten: Er floh aus dem Zimmer und suchte Schutz im Stationszimmer des Pflegepersonals, wo er medizinisch versorgt wurde. Er erlitt Schnittverletzungen am Hals.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angegriffene im Moment der Tat noch schlief und sich deshalb nicht wehren konnte. Deshalb sieht sie das Mordmerkmal der Heimtücke als erfüllt an. Der Täter habe die Wehrlosigkeit seines Opfers ausgenutzt.

Der Beschuldigte hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert und schweigt. Ein Gutachten soll klären, ob der Mann zum Tatzeitpunkt schuldfähig war. Weil der Somalier an der Untersuchung nicht mitwirkte, stützte sich der beauftragte Psychiater allein auf die Aktenlage. Nach einer ersten Einschätzung war der Beschuldigte demnach wahrscheinlich schuldfähig, eine endgültige Bewertung soll  dann im Prozess erfolgen.

Das Landgericht Landau entscheidet nun, ob die Anklage zugelassen und das Hauptverfahren eröffnet wird.

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