Freitag, 18. Oktober 2019

Vergewaltigungsgerüchte in Kandel – was ist dran?

6. September 2019 | 13 Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Regional

Kandels Wahrzeichen: Der St-Georgsturm.
Foto: Pfalz-Express

Kandel – Seit Tagen brodelt die Gerüchteküche in Kandel – und im Internet: Angeblich soll Ende August in der Nähe eines Lokals eine Frau vergewaltigt worden sein.

Auf diversen Webseiten ist von einem „größeren Polizeieinsatz“ die Rede. Auch ein konkreter Ort des Geschehens wird genannt.

Wie der Pfalz-Express in mehreren Gesprächen mit der Polizei erfuhr, steht aber noch gar nicht fest, ob man es überhaupt mit einem Verbrechen zu tun hat. Einen „großen Polizeieinsatz“ habe es nicht gegeben, versichert die Polizeiinspektion Wörth. Tatsächlich hatte sich die Wörther Polizei lediglich um eine „hilflose Person“ gekümmert und die Frau in ein Krankenhaus gebracht.

(Anmerkung unserer Redaktion: Um die Privatsphäre der betreffenden Frau zu wahren, machen wir keine Angaben, welcher Art die Hilflosigkeit war, und auch keine genauen Ortsangaben).

Sachverhalt noch völlig unklar

Einige Tage darauf übernahm die Kriminalpolizei Landau wegen eventueller Verdachtsmomente den Fall. Es sei aber zum jetzigen Zeitpunkt noch absolut unklar, ob es überhaupt einen Fall gebe, sagte ein Polizeisprecher dem PEX. Die Kripo ermittle derzeit äußerst gründlich, der Sachverhalt sei jedoch alles andere als eindeutig.

Einerseits sei die Suche nach Zeugen wichtig, auf der anderen Seite gelte es, möglichen Opferschutz berücksichtigen. Gerade in kleineren Orten im Nahbereich könne schnell „etwas kaputtgehen“, warnt die Polizei. „Und wir schützen auch ganz gewiss keine Täter“, betonte der Beamte. Derzeit habe man aber noch nicht einmal Erkenntnisse darüber, ob man überhaupt jemanden suchen müsse.

Die Kreis-AfD mit ihrem Vorsitzenden Matthias Joa (MdL) hat währenddessen am Mittwoch zu dem potenziellen Vorfall in Kandel eine Kleine Anfrage gestellt und dies auch auf der Facebookseite des Kreisverbands bekannt gegeben.

Die Landesregierung soll unter anderem beantworten, ob die lokalen Ermittlungsbehörden im August dem Verdacht einer Vergewaltigung in der Region Kandel nachgegangen seien, ob es einen größeren Polizeieinsatz gab und wie der Stand der Ermittlungen ist. (cli)

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13 Kommentare auf "Vergewaltigungsgerüchte in Kandel – was ist dran?"

  1. peter sagt:

    Nix passiert. Gehen Sie bitte weiter.

    „Und wir schützen auch ganz gewiss keine Täter“.
    Diesen Satz finde ich allerdings etwas merkwürdig.
    Personaler kennen das, wenn in Arbeitszeugnissen Selbstverständlichkeiten erwähnt und hervorgehoben werden, dann ist i.d.R was faul.

  2. Tatsachen sagt:

    Ja, Peter, richtig erkannt ..

    entweder bestätigt die Polizei die Meldung.
    Falls sie dementiert, ist das kritisch zu beäugen und vermutlich nicht wahr.
    Entweder berichtet die Presse den Fall so, wie ihn die Gerüchteküche gerade hoch kocht, oder es ist ein klarer Nachweis für Lügenpresse.

    Wie kann eine falsche Meldung widerlegt werden, wenn man sooo felsenfest überzeugt ist?

    • peter sagt:

      @Tatsachen Ihre Überzeugung kann ich mir anhand Ihrer Kommentare schon denken. Unabhängig davon haben Sie meinen Kommentar aber nicht verstanden. Macht aber nichts, Sie haben ja auch anderweitig genug Pech.

  3. Tatsachen sagt:

    Ihren zweiten Kommentar verstehen nur Sie selbst, ebenso wie Ihren ersten.

    Wüsste nicht, dass wir uns persönlich kennen würden, und Sie mein Glück oder Pech beurteilen könnten.
    Selbst bei Pech hätte das mit meiner Bemerkung inhaltlich genau was zu tun .. richtig, einfach nichts.

    JEDE vorhandene oder fehlende Veröffentlichung von Polizei oder Presse belegt anscheinend die Tat .. die evtl. garnicht stattgefunden hat.

    Pöbeleien als Antwort, das kennt man ja. Daher ist auch das häufig gewünschte „redet mit denen‘ einfach zwecklos.

    • peter sagt:

      „… und Sie mein Glück oder Pech beurteilen könnten …“
      Vielleicht verstehen Sie es mit Hilfe eines Zitats: „Der Sozi ist nicht grundsätzlich dumm, er hat nur sehr viel Pech beim Nachdenken“ (Alfred Teztlaff).
      Im Übrigen habe ich lediglich auf eine Merkwürdigkeit hingewiesen. Daraus eine Unterstellung bzgl. meiner Einschätzung der Glaubwürdigkeit dieser Meldung zu machen, ist typisch für linke Schnapp-Atmer.

  4. Bengt sagt:

    Jetzt müssen die ,,KANDLER OMAS GEGEN RECHTS“ vermehrt ,,Farbe bekennen“, dann wird alles gut in Kandel…

  5. Gott sagt:

    Der sehr neutrale PEX berichtet über jedes unbestätigte Gerüchte des joa, aber immer noch kein Wort zu Münzenmeier.

    Sehr neutral….

    Eher Fake news und Lückenpresse

  6. Helga sagt:

    Na, das ist doch wieder ein Aufregerthema für die AfD’ler. Megapeinlich für Herrn Joa, der natürlich auch noch nach der Nationalität des imaginären Vergewaltigers gefragt hat und natürlich auch für die Herren, die hier so voreilig kommentiert haben.
    Kann mir mal einer erklären warum hier immer angenommen wird, dass eine Vergewaltigung durch Nichtdeutsche schlimmer sei als durch Deutsche? Für eine Frau ist das immer der absolute Horror.
    Laut Rheinpfalzbericht von heute war die Frau alkoholisiert und es wurde nur überprüft ob ein Verbrechen vorliegt.
    Herr Joa hat sich schon wieder total lächerlich gemacht.
    Na ja, wenn man sonst keine Themen hat, muss man halt Schaumschlägerei betreiben.

    • peter sagt:

      Ff: Es gibt also Vergewaltigungen, die vermeidbar gewesen wären, und damit komme ich auf Ihre Frage zurück: für ein Opfer kann das Wissen, dass die Vergewaltigung vermeidbar gewesen wäre, durchaus eine Verschlimmerung sein (für mich wäre es auf jeden Fall so).
      Ich hoffe, ich konnte Ihrem Einfühlungsvermögen etwas weiterhelfen.

  7. peter sagt:

    „warum hier immer angenommen wird, dass eine Vergewaltigung durch Nichtdeutsche schlimmer sei als durch Deutsche?“
    Wer so nett fragt, kriegt natürlich eine Antwort:
    Kausal denkende Menschen könnten der Überzeugung sein, dass ein Nichtdeutscher (um mal bei Ihrem Terminus zu bleiben), der sich bei korrekter Anwendung der (immer noch, aber nicht mehr durchgesetzten) geltenden Gesetze das Land nicht betreten darf, gar keine Vergewaltigung begehen kann. Noch mal in einfacher Spache: wenn nix Mann da, dann Mann kann nix mache böse Sachen. Für das Opfer wäre das insofern interessant, dass es seine Meinung zu bestimmten Themen überdenken kann. Es ist nämlich (entgegen linker Auffassungen) kein Naturgesetz, dass eine Frau in Deutschland eine Vergewaltigung erleben muss. Ff

    • Tatsachen sagt:

      Nach Ihrer Logik … nix Mann da, nix Vergewaltigung … ist jede Erhöhung des Bevölkerungszahl gefährlich, da ja potentielle Vergewaltiger dabei sein könnten … also auch nicht mehr eingeborene Deutsche statt Zuwanderung, also keine neuen deutschen Deutsche mehr …

      • peter sagt:

        Ja, darauf hab ich gewartet. Ihr Pech lässt halt nicht nach. Ein beliebtes linkes Narrativ: wenn die Frau nicht von einem Nichtdeutschem vergewaltigt wird, dann wird sie es halt von einem Deutschen. Dummerweise ist der Vergewaltiger Anteil bei den „noch nicht so lange Hierlebenden“ deutlich höher, als beim anderen Teil der Bevölkerung (Ja, ich weiß, gleich kommt von Ihnen die linke Rabulistik „Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung“ sind nicht automatisch Vergewaltigungen. Geschenkt.). Und dann natürlich die übliche Argumentationsflucht vor absoluten Zahlen in die Relationen. Da ich mit einfacher Sprache aber anscheinend zu Ihnen durchdringen kann: nix fremder Mann da, nix Vergewaltigung durch fremden Mann. Es könnten also in DE viel weniger traumatisierte Frauen rumlaufen, als es

      • peter sagt:

        FF als es heute sind. Und das – und das ist bezogen auf Ihren Nickname jetzt besonders lustig – ist eine Tatsache.

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