
Bild: Pfalz-Express
Washington – Hochrangige Beamte der Trump-Administration haben versehentlich militärische Einsatzpläne über die verschlüsselte Messaging-App Signal an Jeffrey Goldberg, den Chefredakteur des Magazins The Atlantic, weitergeleitet.
Die Kommunikation erfolgte in einer Signal-Gruppe namens „Houthi PC small group“, die Details zu bevorstehenden Angriffen auf die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen enthielt.
Vize-Präsident J.D. Vance, Verteidigungsminister Pete Hegseth und der Nationale Sicherheitsberater Mike Waltz waren Teil dieser Gruppe. Waltz fügte Goldberg am 11. März 2025 unbeabsichtigt der Chat-Gruppe hinzu, wodurch der Journalist Zugang zu sensiblen Informationen erhielt.
Zunächst erklärte Trump, er wisse nichts von dem Gruppenchat. Später spielte er den Vorfall als „Ausrutscher“ herunter und betonte, dass der Verantwortliche daraus gelernt habe. Zudem machte er spöttische Bemerkungen über das Magazin The Atlantic [1] und betonte, er sei kein großer Fan der Publikation.
Die Opposition fordert eine umfassende Untersuchung des Vorfalls. Demokratische Abgeordnete bezeichneten die Panne als schwerwiegenden Verstoß gegen die nationale Sicherheit und drängen auf eine Kongressanhörung.
Über Europäer hergezogen
Zusätzlich zu den versehentlich weitergegebenen Militärplänen enthielten die geleakten Nachrichten abfällige Bemerkungen über die europäischen (Noch)Verbündeten. Vizepräsident Vance äußerte dabei seinen Unmut über die Notwendigkeit, Europa erneut unterstützen zu müssen – was auch immer damit gemeint gewesen sein sollte.
Verteidigungsminister Hegseth kritisierte europäische Länder für ihre vermeintliche Abhängigkeit von den USA und bezeichnete sie als „Trittbrettfahrer“, die er zutiefst verabscheue. (red)
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