
Tor der Schleuse St. Aldegund.
Foto: Polizeipräsidium Einsatz, Logistik und Technik
Sankt Aldegund – Ein Fahrgastkabinenschiff ist am Mittwochnachmittag gegen 16:25 Uhr beim Einfahren in die Schleuse Sankt Aldegund gegen das Schleusentor geprallt.
Durch den Aufprall wurde das Schleusentor so stark beschädigt, dass der Schleusenbetrieb eingestellt werden musste. Das Schiff konnte jedoch eigenständig zurücksetzen und liegt aktuell vor der Schleuse. Die Ursache des Unfalls wird derzeit noch ermittelt.
Bei dem Zusammenstoß wurden drei Personen verletzt, eine davon musste wegen der hohen Temperaturen medizinisch behandelt werden.
Wirtschafts- und Verkehrsministerin Daniela Schmitt (FDP) bezeichnete den Vorfall als „erneuten Tiefpunkt für die Schifffahrt und den Frachttransport per Wasserstraße“. Sie betonte, dass alle Beteiligten – vom Land über das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt bis hin zum Bund – eng zusammenarbeiten und mit höchstem Druck an einer Lösung arbeiten.
Um die Lieferketten trotz der Schleusensperrung zu stabilisieren, kündigte Schmitt an, das Sonntagsfahrverbot für LKW aufzuheben, deren Transporte im Zusammenhang mit der Sperrung stehen. Diese Maßnahme hatte sich bereits bei einem ähnlichen Vorfall in Müden bewährt.
Ministerin Schmitt will sich am Donnerstagabend zusammen mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) vor Ort ein Bild von der Lage machen. Entwarnung gab Schmitt für die von einem Schiff beschädigte Moselbrücke bei Treis-Karden: Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) habe keinen größeren Schaden festgestellt, die Brücke bleibe für den Verkehr offen.
Die Mosel ist eine Bundeswasserstraße, Schleusen und Wasserstraßenverwaltung liegen in der Zuständigkeit des Bundes.
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