Montag, 23. September 2019

Umfrage: Mehrheit der Unionswähler für Linnemanns Deutsch-Vorstoß

13. August 2019 | 3 Kommentare | Kategorie: Nachrichten, Politik

Carsten Linnemann
Foto: dts Nachrichtenagentur

Berlin  – Der Vorstoß des CDU-Politikers Carsten Linnemann, Kinder ohne gute Deutsch-Kenntnisse vom Grundschulbesuch zurückzustellen und in Vorschulklassen zu fördern, findet großen Zuspruch unter Anhängern von CDU und CSU.

Rund 60 Prozent von ihnen stimmen laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA, über die die „Welt“  berichtet, Linnemanns Aussage zu, dass ein Kind, welches kaum Deutsch spreche und verstehe, auf einer Grundschule „noch nichts zu suchen“ habe.

Rund 29 Prozent halten die Aussage für verfehlt. „Linnemann hat die eigene Klientel bedient“, sagte INSA-Chef Hermann Binkert. „Die Zustimmung zu Linnemanns Aussage wäre wohl noch größer ausgefallen, hätte es aus der CDU keinen Widerspruch gegeben.“ Innerhalb der CDU gab es Kritik an Linnemanns Vorschlag.

Besonders deutlich ist der Zuspruch in den Reihen der AfD-Unterstützer (rund 86 Prozent) und der FDP-Anhänger (rund 66 Prozent). Am ehesten überzeugt, dass Kinder unabhängig von ihren Deutsch-Kenntnissen sofort eingeschult werden sollten, sind die Grünen-Anhänger. Rund 47 Prozent von ihnen widersprechen deshalb Linnemann; rund 32 Prozent stimmen ihm zu.

Bei den Anhängern von SPD und Linkspartei überwiegt die Ablehnung nur sehr knapp; sie sind gespalten.

Insgesamt teilt die Hälfte der Bundesbürger die Auffassung, dass Kinder erst Deutsch lernen sollten, bevor sie auf die Schule kommen. Rund 32 Prozent lehnen eine Zurückstellung wegen Sprachproblemen ab. Der Rest hat sich noch keine Meinung gebildet oder will sich nicht festlegen.

Etwas höher als im Westen ist die Zustimmung im Osten Deutschlands. Rund 57 Prozent der Ostdeutschen (Berliner eingerechnet) teilen Linnemanns Auffassung. Bei den Westdeutschen sind es rund 49 Prozent. Für die Erhebung befragte INSA vom 9. bis 12. August genau 2.060 Bürger. (dts Nachrichtenagentur)

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3 Kommentare auf "Umfrage: Mehrheit der Unionswähler für Linnemanns Deutsch-Vorstoß"

  1. Familienvater sagt:

    AM und ihre Klatschhasen auf den Huldigungsparteitagen schert die scheinbare konservative Mehrheit der Union nicht.
    Sie regiert wie sie es in der DDR von Kind an in der SED 1.0 gelernt hat. Wenn sie mit der CDU fertig ist, werden deren linke Reste in der SED 2.0 als Blockpartei mit der 5% SPD aufgenommen.
    Die konservativen CDU-Mitglieder, wie Maaßen, Linnemann, etc. und die sogenannte Werte-Union werden umerzogen oder bei Widerspruch ganz kaltgestellt.
    Wahlen sind dann nicht mehr nötig. Sie werden durch Beifallswettbewerbe ersetzt.

  2. Bildungsbeauftragter sagt:

    Oh, es gibt Politiker die sich um die Zukunft zur Bildung noch Sorgen machen? Das ist ja nach langer Pause was ganz Neues und eine gute Nachricht. Man muss diese Ansicht des Hr. Linnemann wirklich unterstützen, so wie dies 86 Prozent der AfD Unterstützer auch tun. Das will letztendlich heißen, wenn ein Ingenieur ein Haus bauen will, muss er schon den Plan auch „lesen“ und verstehen können, sonst geht’s schief mit dem Fundament udn den Wänden und so. Bei vielen jungen Leuten die ich kennengelernt habe, habe ich da so meine Zweifel, ob das was wird mit dem Ingenieurstudium. Denen sollte man mal u.a. das Smartphone mal wegnehmen und das ewige herumgedaddel verbieten, damit die wieder zu Sinnen kommen, wenn’s hoffentlich noch was nützt.
    Aber … ich hab‘ da so meine Zweifel.

  3. Helga sagt:

    Mag sein. Aber es geht hier nur um die Mehrheit der Unionswähler und nicht um eine repräsentative Umfrage. Die würde mit Sicherheit nicht so aussehen.

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