Sonntag, 06. Dezember 2020

Ukraine: Bewaffnete besetzen Regierungsgebäude auf der Krim – von der Leyen „in Sorge“

27. Februar 2014 | Kategorie: Nachrichten, Weltgeschehen

Präsident Putin ist von den Ereignissen „not amused“.
Foto: dts Nachrichtenagentur

Kiew – In der Ukraine spitzt sich die Lage weiter zu: Bewaffnete haben auf der Halbinsel Krim die Gebäude der Regionalregierung und des Parlaments besetzt.

Rund 30 mit Schnellfeuergewehren bewaffnete Männer seien in das Parlamentsgebäude eingedrungen, wie die russische Agentur Interfax berichtet. Demnach sei auf dem Dach des Parlaments die russische Flagge gehisst, beide Gebäude verbarrikadiert und von der Polizei umstellt worden.

Laut des Berichts bezeichnet sich die Gruppe der bewaffneten Männer als Selbstverteidiger der russischsprachigen Bevölkerung der Krim.

Die Halbinsel wird mehrheitlich von ethnischen Russen bewohnt und ist seit dem Ende der Sowjetunion eine autonome Republik der Ukraine. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte am Mittwoch die Kampfbereitschaft von Teilen der russischen Streitkräfte überprüfen lassen und damit internationale Kritik hervorgerufen: US-Außenminister John Kerry warnte Moskau vor einer militärischen Intervention. Eine Verletzung der territorialen Integrität der Ukraine wäre ein schwerwiegender Fehler, sagte der US-Außenminister.  

Von der Leyen wegen russischer Militärübungen in Sorge

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ist wegen der russischen Militärübungen nahe der Grenze zur Ukraine in Sorge. „Das ist auch ein Muskelspiel, das dort gezeigt wird. Es zeigt sich aber auch, dass Russland noch keine ausgefeilte Strategie hat, wie es sich verhalten soll“, sagte von der Leyen.

Moskau sei „zweifelsohne auch von der Geschwindigkeit der Ereignisse überrascht worden“, so die Verteidigungsministerin weiter. Oberste Priorität habe nun der politische Dialog, betonte von der Leyen, die zugleich auf die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Ukraine hinwies. „Man darf nicht vergessen, dass die Ukraine in einer desaströsen wirtschaftlichen Situation ist, das heißt, sie braucht auch schnell ganz konkrete Hilfe.“

(dts Nachrichtenagentur)

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