
Symbolbild: Pfalz-Express
Rockenhausen (Donnersbergkreis) – Am Samstagvormittag, 21. Februar 2026, kam es vor der Donnersberghalle in Rockenhausen zu einer starken Geruchsbelästigung unmittelbar vor Beginn einer Wahlkampfveranstaltung der AfD mit der Bundesvorsitzenden Alice Weidel.
Gegen 9 Uhr wurde auf dem Vorplatz ein intensiver, an Erbrochenes oder Fäulnis erinnernder Geruch wahrgenommen. Die alarmierte Freiwillige Feuerwehr Rockenhausen führte eine Erkundung durch.
Es wurden keine größeren Substanzmengen oder akute Gefahrenquellen festgestellt. Der Einsatz konnte nach kurzer Zeit ohne weitere Maßnahmen (wie Räumung oder Evakuierung) beendet werden.
Man nimmt an, dass es sich um Buttersäure gehandelt haben könnte. Die Substanz ist eine farblose Flüssigkeit, die für ihren extrem beißenden und langanhaltenden Geruch bekannt ist.
Die Polizei bestätigte die Geruchsentwicklung im Außenbereich der Halle. Mehrere Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr klagten über leichte Übelkeit und Reizungen der Atemwege. Aus diesem Grund hat die Polizeiinspektion Kaiserslautern 2 (zuständig für den Donnersbergkreis) Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung (§ 229 StGB) eingeleitet.
Ob tatsächlich Buttersäure oder eine andere Substanz verwendet wurde, soll ein chemisches Gutachten klären. Der oder die Verursacher sind bislang unbekannt. Die Veranstaltung in der Donnersberghalle begann planmäßig gegen 10 Uhr und verlief nach Polizeiangaben störungsfrei.
Rund 1000 Teilnehmer waren anwesend. Parallel fanden zwei angemeldete Gegenkundgebungen statt (eine mit bis zu 500 Personen, eine weitere mit etwa 150 Personen), die ebenfalls friedlich abliefen.
Insgesamt waren mehrere hundert Demonstranten vor Ort, die mit Plakaten und Transparenten für „Vielfalt und Demokratie“ eintraten. Die Polizei betonte, dass der Einsatzauftrag in der Gewährleistung der Versammlungsfreiheit und der störungsfreien Durchführung der Veranstaltung bestand.
Die Einsatzkräfte dankten allen Beteiligten für die besonnene und kooperative Haltung. Zeugen, die verdächtige Beobachtungen im Zeitraum von ca. 8:30 bis 9:30 Uhr auf dem Vorplatz oder im Umfeld der Halle gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Kaiserslautern 2 (Tel. 0631 369-2150) oder jeder anderen Dienststelle zu melden.
Gefällt Ihnen unsere Zeitung?
Fügen Sie den Pfalz-Express als bevorzugte Quelle bei Google hinzu. So verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten aus der Region.
⭐ Bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen [6]