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Trifelsruhe Annweiler: Mehr als 300 Besucher vereint in Erinnerung und Gedenken

Die Trifelsruhe bei Annweiler ist nicht nur ein Ort des Abschieds und der Trauer, sondern bietet auch Raum für Begegnung und gemeinsame Erinnerung. Allerheiligen-Andacht unter dem Motto „Viele Teile – ein Ganzes“: Stadtförster und Geschäftsführer Harald Düx eröffnet neue Traumliege als Ort zum Innehalten.
Foto: Hirschmann

Annweiler. Mehr als 300 Menschen haben am Allerheiligentag auf der Trifelsruhe bei Annweiler gemeinsam ihrer Verstorbenen gedacht.

Bei mildem Herbstwetter stand die traditionelle Andacht unter dem Motto „Viele Teile – ein Ganzes“. Im Anschluss wurde eine neue Traumliege eingeweiht, die Besuchern künftig einen weiteren Platz zum Innehalten bietet.
Der Erste Stadtbeigeordnete Benjamin Burckschat begrüßte die Besucher und übermittelte die Grüße der verhinderten Stadtbürgermeisterin Carmen Winter. Pastoralreferentin Christina Wendel zeigte sich erfreut über die große Beteiligung von Menschen aller Generationen.

In ihrer Predigt stellte Wendel das Puzzleteil als Symbol für das menschliche Leben in den Mittelpunkt. Jeder Mensch sei Teil eines großen Ganzen und hinterlasse Spuren. Stirbt ein geliebter Mensch, bleibt eine schmerzliche Lücke zurück. Doch Erinnerungen, gemeinsame Erlebnisse und persönliche Verbindungen bleiben bestehen.

Das Puzzle-Teil als Symbol für das menschliche Leben
Foto: Hirschmann

Harald Düx: Trifelsruhe ist mehr als ein Ort des Abschieds

In seiner Schlussansprache würdigte Harald Düx die große Resonanz und insbesondere die Teilnahme zahlreicher Familien.
Der Geschäftsführer der städtischen Trifels Natur GmbH ist zugleich verantwortlicher Revierförster für den Annweiler Bürgerwald. Die kommunale Gesellschaft betreut neben dem rund 2.200 Hektar großen Stadtwald auch die Naturbegräbnisstätte Trifelsruhe.

Es sei der schönste Lohn für seine Arbeit auf der Trifelsruhe, so viele Menschen und insbesondere ganze Familien an diesem besonderen Ort begrüßen zu dürfen, sagte Düx. Die Naturbegräbnisstätte solle nicht nur Raum für Abschied und Trauer bieten, sondern auch Begegnungen ermöglichen und Erinnerungen lebendig halten.

Trifelsruhe: Raum zum Verweilen und Gedenken. Für die einfühlsame musikalische Begleitung sorgte Werner Mansmann mit seiner Gitarre.
Foto: Hirschmann

Diesem Gedanken folgt auch die neue „Traumliege“, die Düx im Anschluss an die Andacht offiziell eröffnete.
Sie befindet sich hinter dem sogenannten Blattwerk, oberhalb der Lebenskreise, und ergänzt die bereits vorhandenen „HalteStellen“ auf dem Gelände.
Nach der Segnung durch Christina Wendel nutzten erste Besucher die Gelegenheit, die neue Traumliege auszuprobieren. Bei Gesprächen und einem kleinen Imbiss klang die Andacht aus.
(Günter Hirschmann)

Harald Düx und Christina Wendel: Einweihung und Segnung der Traumliege.
Foto: Hirschmann