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Tollwut bei Hund im Rhein-Pfalz-Kreis nachgewiesen – Ermittlungen eingeleitet

Symbolbild: freegr [1] / Pixabay [2]

Im Rhein-Pfalz-Kreis ist bei einem verstorbenen Hund der Tollwut-Erreger festgestellt worden. Das Tier aus Dannstadt-Schauernheim zeigte zuvor auffällige Verhaltensänderungen und war vorsorglich in Quarantäne gebracht worden, wo es kurz darauf verstarb.

Nach Angaben der Veterinärbehörde wurden sämtliche Kontaktpersonen und mögliche Tierkontakte ermittelt und informiert. Nach derzeitigen Erkenntnissen besteht für weitere Tiere im Kreisgebiet keine Gefahr.

Der Hund war Ende Januar operiert worden und zeigte nach der Narkose neurologische Auffälligkeiten, die sich nach der Entlassung aus der Tierklinik fortsetzten. In Abstimmung mit dem Veterinäramt wurde das Tier noch am selben Tag in die Quarantänestation eines Tierheims gebracht, wo es in der folgenden Nacht verstarb. Bei anschließenden Laboruntersuchungen wurde der Tollwut-Erreger nachgewiesen.

Nach Behördenangaben stammte der Hund ursprünglich aus Russland und war über eine Internetplattform von einer Organisation erworben worden. Der Transport erfolgte gemeinsam mit weiteren Hunden und Katzen, die neben Deutschland auch für Österreich, Schweiz, Belgien und Frankreich bestimmt waren. Weitere Tiere aus diesem Transport gelangten nicht in das Zuständigkeitsgebiet der Kreisbehörde.

Die mitgeführten Unterlagen wiesen eine Tollwutimpfung aus, ebenso war ein Mikrochip implantiert. Nachträglich besteht jedoch der Verdacht, dass das Alter des Tieres nicht korrekt angegeben und möglicherweise falsche Dokumente verwendet wurden, sodass kein wirksamer Impfschutz bestand.

Über das bundesweite Schnellwarnsystem wurden alle betroffenen Veterinärämter informiert. Gesundheits- und Veterinärbehörden nahmen Kontakt zu möglichen Kontaktpersonen und Einrichtungen auf; in Einzelfällen wurde vorsorglich eine Tollwutimpfung empfohlen.

Die Kreisverwaltung weist darauf hin, dass für Hunde sowie für freilaufende Katzen eine Tollwutimpfung weiterhin empfohlen wird. Im internationalen Tierreiseverkehr ist eine entsprechende Impfung verpflichtend. Die Kriminalpolizei Ludwigshafen ermittelt wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Tiergesundheitsrecht.

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