- Pfalz-Express - https://www.pfalz-express.de -

SÜW: Ermittlungsverfahren gegen Kita-Mitarbeiter wegen sexueller Handlungen eingestellt

Symbolbild: Pixabay/FeeLoona/frei

SÜW – Die Staatsanwaltschaft Landau hat das Ermittlungsverfahren gegen einen Mitarbeiter einer Kindertagesstätte in der Verbandsgemeinde Edenkoben im Kreis Südliche Weinstraße eingestellt. Gegen den Mann waren Vorwürfe erhoben worden, er habe in vier Fällen Kinder in der Einrichtung aus sexueller Motivation heraus berührt.

Die Staatsanwaltschaft hatte die Ermittlungen im Januar 2026 nach Eingang der ersten Strafanzeige aufgenommen. Die Vorwürfe bezogen sich auf verschiedene Zeitpunkte im Jahr 2025.

Nach umfangreichen Ermittlungen sieht die Staatsanwaltschaft allerdings in keinem der Fälle eine hinreichende Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Beschuldigte die Kinder aus sexueller Motivation heraus berührt hat.

Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Fall, bei dem der Mann bei Pflegehandlungen an einem Kind beobachtet worden war. Aufgrund der Gesamtumstände konnte zunächst nicht ausgeschlossen werden, dass die Handlungen einen sexuellen Hintergrund hatten. Der Verdacht bestätigte sich durch die weiteren Ermittlungen jedoch nicht.

Nach Bekanntwerden der Vorwürfe berichteten weitere Kinder von Berührungen durch den Beschuldigten. Auch hier stand der Verdacht im Raum, dass diese einen sexuellen Hintergrund gehabt haben könnten.

Vorwürfe nicht ausreichend belegbar

Wegen des jungen Alters der Kinder ließ sich laut Staatsanwaltschaft jedoch nicht ausreichend sicher feststellen, ob entsprechende Situationen überhaupt stattgefunden hatten und was genau vorgefallen sein soll. Weitere Zeugen oder andere Beweise konnten nicht ermittelt werden.

Ebenfalls eingestellt wurde ein Verfahren wegen des Vorwurfs, der Mann habe einem Kindergartenkind am Ohr gezogen. Es ließ sich laut Staatsanwaltschaft nicht hinreichend sicher feststellen, dass das Kind dadurch Schmerzen erlitten hatte.

Dieser Vorfall soll sich vor etwa zweieinhalb Jahren in einer anderen Kindertagesstätte im Kreis Südliche Weinstraße ereignet haben. Dort war der Beschuldigte zuvor tätig gewesen.

Bereits im Februar 2026 hatte das Kreisjugendamt Südliche Weinstraße über Vorwürfe gegen den Mitarbeiter informiert. Der Mann war zu diesem Zeitpunkt bereits seit mehreren Monaten vom Träger freigestellt.

Das Jugendamt koordinierte die weiteren Schritte [1] mit dem Kita-Träger, dem Landesjugendamt, der Kommune, dem Kreiselternausschuss und dem Kinderschutzbund. Bei einem Elternabend wurden die Familien zudem über die Situation und Beratungsangebote informiert.

Gefällt Ihnen unsere Zeitung?

Fügen Sie den Pfalz-Express als bevorzugte Quelle bei Google hinzu. So verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten aus der Region.

⭐ Bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen [7]