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Steinweiler: Familien-Einkaufszettel wird zur App – „Flyva“ plant mit Supermarkt-Angeboten

Einblicke in die App „Flyva“: Wochenplan, Supermarkt-Angebote und Einkaufsliste lassen sich direkt auf dem Smartphone verwalten.
Screenshot Flyva

Steinweiler – Was gibt es diese Woche zu essen und was muss dafür eingekauft werden? Bei Familie Erginos in Steinweiler stand der Wochenplan lange auf einem Zettel. Rezepte mussten gesucht, Angebote durchgesehen und anschließend die Einkaufsliste geschrieben werden. Softwareentwickler Deniz Erginos machte aus dieser alltäglichen Familienorganisation schließlich ein eigenes Projekt: die App „Flyva“.

Mitte Juli 2026 ging Flyva an den Start. Bis zum 1. Oktober wurde die App laut Erginos mehr als 1.600 Mal heruntergeladen, von Nutzern aus 27 Ländern. Die meisten leben in Deutschland und Österreich.

Deniz Erginos hat eine clevere Idee umgesetzt.
Foto: v. privat

Supermarkt-Angebote fließen in Wochenplanung ein

Die Idee hinter Flyva ist einfach: Die App erfasst laufende Angebote ausgewählter Supermärkte und berücksichtigt sie bei der Zusammenstellung eines Wochenplans mit Rezepten. Die benötigten Zutaten landen anschließend automatisch auf der Einkaufsliste.

In Deutschland unterstützt Flyva Aldi Nord und Süd, Lidl, Rewe, Edeka, Kaufland, Netto und die Pfälzer Supermarktkette Wasgau. Regionale Unterschiede bei Edeka werden berücksichtigt. In Österreich sind Hofer, Billa und Billa Plus eingebunden.

Bis zu drei Supermärkte verschiedener Ketten können gleichzeitig ausgewählt werden. Flyva ordnet die Artikel auf der Einkaufsliste den jeweiligen Märkten zu. Aktuelle Angebote lassen sich außerdem separat durchsehen und nach Rabatt sortieren.

Kochvideos von TikTok und Instagram werden zu Rezepten

Neben vorhandenen Rezepten können Nutzer eigene Gerichte hinterlegen. Auch Kochvideos von TikTok, Instagram und YouTube sowie Rezepte von Internetseiten lassen sich importieren. Diese Rezepte können anschließend ebenfalls in die Wochenplanung und den Abgleich mit aktuellen Angeboten einfließen.

20 Importe sind kostenlos möglich. Nutzer der Pro-Version erhalten jeden Monat zehn weitere.

Berücksichtigt werden können auch Ernährungsweisen und Unverträglichkeiten. Zur Auswahl stehen unter anderem vegetarisch, vegan, glutenfrei, laktosefrei und ohne Schweinefleisch. Zudem lassen sich die 14 in der EU kennzeichnungspflichtigen Allergene ausschließen.

KI sortiert Einkaufsliste und fasst Zutaten zusammen

Bei einigen Funktionen kommt Künstliche Intelligenz zum Einsatz. In der Pro-Version kann Flyva beispielsweise doppelte Zutaten auf der Einkaufsliste zusammenfassen und die Einträge nach Kategorien sortieren. Per Spracheingabe lassen sich mehrere Artikel auf einmal hinzufügen.

Wer zunächst Kühlschrank und Vorratsschrank leeren möchte, kann vorhandene Lebensmittel eingeben und sich passende Rezepte vorschlagen lassen. Gerichte im Wochenplan können gegen andere ausgetauscht werden. Einkaufsliste, Rezepte und Wochenplan lassen sich außerdem innerhalb eines Haushalts teilen.

Ein Benutzerkonto ist grundsätzlich nicht erforderlich. Mit einem Konto können die gespeicherten Daten allerdings auf ein neues Smartphone übertragen werden.

Wochenplanung kostet ab 5,99 Euro im Monat

Flyva ist für iPhone und Android verfügbar. Ohne Abo können unter anderem die Einkaufsliste, aktuelle Angebote ausgewählter Märkte und eigene Rezepte genutzt werden. Auch 20 Rezeptimporte aus sozialen Netzwerken oder von Internetseiten sind kostenlos enthalten.

Der automatische Wochenplan und die Rezeptvorschläge gehören zur kostenpflichtigen Pro-Version. Sie kann sieben Tage kostenlos getestet werden und kostet anschließend ab 5,99 Euro monatlich oder ab 39,99 Euro im Jahr. Auch Funktionen wie Spracheingabe, gemeinsame Nutzung im Haushalt und Rezeptvorschläge anhand vorhandener Vorräte gehören zum Pro-Angebot.

Feste Einsparungen verspricht Deniz Erginos nicht. Berechnungen zu möglichen Ersparnissen beruhen auf Angebots- und Vergleichspreisen. Wie viel ein Haushalt tatsächlich weniger ausgibt, hängt unter anderem von den ausgewählten Märkten, der Haushaltsgröße und dem bisherigen Einkaufsverhalten ab.

Aus dem wöchentlichen Einkaufszettel einer vierköpfigen Familie in Steinweiler ist so innerhalb weniger Monate eine App geworden, die inzwischen auch weit außerhalb der Südpfalz genutzt wird.

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