
Die zweigeschossige Halle mit Gaststätte des Turnverein 1901 e.V. Hauenstein (Schmalseite). Links davon erstreckt sich der Rasenplatz für den eine neue und bessere Beregnungsanlage vorgesehen ist.
Foto: W. G. Stähle
Mainz / Hauenstein (Südwestpfalz). Der Turnverein 1901 e.V. Hauenstein (TVH, Bahnhofstraße) wird die Beregnungsanlage seines Rasenplatzes weitgehend erneuern sowie ertüchtigen.
12.500 Euro seien dafür veranschlagt, war von Markus Reichert, dem Vorsitzenden des Vorstandes des Turnvereins [1] zu erfahren. Er bestätigt auch die Mitteilung des Landtagsabgeordneten Alexander Fuhr (Dahn, SPD), dass vom Land einen Zuschuss von 4.400 Euro zugesagt ist.
Der Bewilligungsbescheid sei eingegangen und man habe sich bereits bei Minister Roger Lewentz (Inneres und Sport, SPD) brieflich bedankt sowie die erforderliche „Zuwendungsvereinbarung“ zwischen Verein und Sportbund Pfalz e.V. [2] (Kaiserslautern) bestätigt.
Die bisherige Bewässerung des Rasens sei nach mittlerweile 30 Jahren „erneuerungswürdig“, so Markus Reichert.
Mit der Ausführung werde eine spezialisierte Firma aus Göllheim (Donnersbergkreis) beauftragt. Eigenleistung sei aus Gewährleistungsgründen nur in sehr begrenztem Umfang möglich. „Das eine oder andere Loch werden wir vielleicht ausheben können.“ Für den reibungslosen Betrieb der künftig verbesserten und vollautomatischen Anlage, wie insgesamt für den Rasenplatz und den Hartplatz, werde das stets zuverlässige „Platzteam“ des Vereins sorgen.
Genutzt werde der Rasen im Fußball unter anderen von der in der A-Klasse vertretenen Mannschaft, dem Damenteam, der Alt-Herren-Mannschaft, der Jugend sowie mitunter von den Spielern des Sportclub 1919 Hauenstein [3] (SCH, Speyererstraße).
Mit diesem weiteren Sportverein im Ort, dessen Fußballmannschaft in der Landesliga spiele, bestehe eine Kooperation.
TVH sieht sich als Breitensportverein
Der TVH sehe sich als „Breitensportverein“. Von den etwas mehr als 1000 Mitgliedern brächten sich nahezu alle in irgend einer Weise aktiv ein, im Verein, für den Verein sowie die Gesellschaft. Man offeriere ein vielfältiges Angebot in unterschiedlichen Team-Sportarten sowie Kursen. Letztere stünden auch Nichtmitgliedern offen und es gebe Möglichkeiten zu „schnuppern“.
Die Jugendarbeit nehme einen wichtigen Platz ein. Man beteilige sich zudem an Veranstaltungen im Ort. Überregionale Bedeutung habe der vom Verein initiierte und regelmäßig veranstaltete „Lebenslauf“ erlangt, der zugunsten der Kinderheimstiftung Chile veranstaltet werde und deren Arbeit für Straßenkinder unterstützen soll. (Diese Stiftung wird auch vom Hauensteiner „Freundeskreis zur Unterstützung der Kinderheimstiftung“ unterstützt. Wir berichteten [4]).
Lockeres Beisammensein, oft mit Familie, spiele eine wesentliche Rolle. „Ein Verein ohne Geselligkeit funktioniert nicht“, ist Markus Reichert überzeugt, der dem Verein mittlerweile 13 Jahren vorsteht.
Auch andere Sportvereine erhalten Zuschüsse
Wie von Alexander Fuhr zudem mitgeteilt wurde, erhielten in der Südwestpfalz auch der ASV 1930 e.V. Glashütte (zu Lemberg, VG Pirmasens-Land) einen Zuschuss von 5.500 Euro für den Einbau einer Beregnungsanlage, sowie der Tennisclub 1983 Rieschweiler-Mühlbach e.V. (VG Thaleischweiler-Wallhalben) eine anteilige Förderung in Höhe von 20.700 Euro für die Herstellung eines vierten Tennisplatzes.
Das in allen drei Fällen in Anspruch genommene „Sonderprogramm für kleinere Baumaßnahmen“ von Sportministerium und Landessportbund gelte für Neu- und Sanierungsprojekte aller Art, teilt der Landtagsabgeordnete außerdem mit. Es seien Aufwendungen zwischen 10.500 und 75.000 Euro vorgesehen.
Der begünstigte Verein erhalte gegebenenfalls einen Kostenzuschuss von 35 Prozent. Neben diesem Programm gebe es weitere Fördermöglichkeiten des Landes für Vorhaben die unter- beziehungsweise oberhalb des genannten Kostenrahmens liegen. (Werner G. Stähle)

Der Rasenplatz des Turnverein 1901 e.V. Hauenstein soll eine neue und bessere Beregnungsanlage erhalten.
Foto: W. G. Stähle