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Speyerer Dombaumeisterin Drabik zieht Bilanz: Ein Jahr voller Projekte am Kaiserdom

Südostturm des Doms.
Bild: © Domkapitel Speyer, Foto: Klaus Landry

Speyer – Dombaumeisterin Hedwig Drabik blickt auf ein ereignisreiches Jahr am Kaiserdom zurück. 2024 wurden zahlreiche Bauprojekte abgeschlossen und neue Maßnahmen angestoßen.

Neben Restaurierungen und Schutzmaßnahmen standen auch innovative Konzepte im Fokus, um die romanische Kathedrale für die Zukunft zu bewahren.

Abgeschlossene Projekte und laufende Arbeiten

  • Sanierung am Ölberg:
    Die Restaurierung der Gitteranlage rund um den Ölberg konnte 2024 abgeschlossen werden. Nach einer Überarbeitung durch einen Kunstschmied erstrahlt das gotische Monument in neuem Glanz. Weitere Reinigungsarbeiten sollen den Figurenbestand künftig besser zur Geltung bringen.
  • Neue Sicherungsanlagen:
    Eine Seilsicherungsanlage am Glockenturm ergänzt nun die bestehenden Sicherheitsmaßnahmen. Diese erleichtert künftige Wartungen und schützt die Bausubstanz.
  • Restauratorische Reinigung der Vorhalle:
    Im Rahmen regelmäßiger Wartungsverträge wurde die Vorhalle von Verschmutzungen befreit. Ein Teleskoparm ermöglicht dabei punktgenaue Reparaturen.
  • Großreinigung der Bodenflächen:
    Mit Unterstützung eines Kultursponsorings der Firma Kärcher wurden die 2.500 Quadratmeter Sandsteinboden im Dom gründlich gereinigt. Der Schmutz wurde schonend entfernt, ohne die empfindliche Bausubstanz zu belasten.
  • Beseitigung von Wasserschäden:
    Fehlkonstruktionen und verstopfte Abläufe hatten wiederholt zu Feuchtigkeitsschäden geführt. Erste Sanierungsmaßnahmen verbessern die Entwässerung, während langfristige Lösungen entwickelt werden.
  • Besucherlenkung:
    Neue Informationsständer verbinden Funktionalität mit ästhetischer Integration in die Architektur des Doms. Sie erleichtern Besuchern die Orientierung und schützen die historische Umgebung.

Zukünftige Projekte und Forschungen

  • Diplomarbeit zum Wandgemälde Schraudolph:
    In Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden wird das Wandgemälde in der Vorhalle analysiert. Musterflächen sollen die Restaurierungsplanung erleichtern.
  • Sanierung der Osttürme:
    Seit September 2024 steht das Gerüst am Südostturm. Ab 2025 beginnt die schrittweise Restaurierung der Dachanschlüsse und Steinoberflächen. Die Arbeiten an den Türmen aus dem 11. Jahrhundert sind auf mehrere Jahre ausgelegt.

Statement der Dombaumeisterin

„Jedes Gerüst am Dom zeigt, dass wir den Erhalt dieses bedeutenden Bauwerks sichern können“, betont Dombaumeisterin Drabik. Dank der Unterstützung Landes Rheinland-Pfalz, des Dombauvereins, der Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer, der Dr. Albrecht und Hedwig Würz Stiftung und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz seien die Maßnahmen finanzierbar. „Wir haben das Glück, auf erfahrene Fachfirmen zählen zu können, die diese anspruchsvollen Arbeiten in großer Höhe zuverlässig ausführen.“

Die Arbeiten am Dom spiegeln die Herausforderungen des Denkmalschutzes wider: Der Spagat zwischen historischen Anforderungen und modernen Schutzmaßnahmen bleibt eine ständige Aufgabe.

Gerüst zur Untersuchung der Wandmalerei in der Vorhalle im Rahmen einer Diplomarbeit.
Foto: © Domkapitel Speyer, Hedwig Drabik

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