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Speyer: Verkehrschaos wegen B9-Sperrung – Stadt will mehr Kapazitäten für Schienenverkehr

Wegen massiver Schäden an zwei Teilbauwerken ist die B 9 im Bereich der Anschlussstelle L 528/Iggelheimer Straße (Bauhaus) bis auf Weiteres voll gesperrt.
Grafik: LBM Speyer

Speyer – Die Vollsperrung der B 9 wegen massiver Brückenschäden stellt Speyer vor große Herausforderungen. Die Stadtverwaltung setzt auf zusätzliche Angebote im öffentlichen Nahverkehr, flexible Arbeitszeiten und die Unterstützung der Bürger.

Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) hat die B 9 an der Anschlussstelle L 528/Iggelheimer Straße (Bauhaus) seit Samstag, 19. September 2026, bis auf Weiteres gesperrt. Grund sind massive Schäden an zwei Teilbauwerken. Die Sperrung dürfte den Verkehr in und um Speyer erheblich belasten.

Viele Pendler und Unternehmen betroffen

In Speyer arbeiten rund 32.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Etwa 22.500 Menschen pendeln zusätzlich in die Stadt ein. Die B 9 ist für sie eine wichtige Nord-Süd-Verbindung. Auch der Wirtschafts- und Schwerlastverkehr zu den Gewerbegebieten und zum Hafen ist betroffen. Handel, Gastronomie und Tourismus müssen sich ebenfalls auf die veränderte Verkehrslage einstellen.

Die Wirtschaftsförderung hat die Unternehmen bereits informiert und will in den kommenden Tagen abfragen, wie stark die Betriebe betroffen sind. Die Stadt bittet Arbeitgeber und Beschäftigte, nach Möglichkeit kurzfristig Lösungen zu finden. Dazu gehören Homeoffice, flexible Arbeitszeiten und Fahrgemeinschaften.

Auch die Stadtverwaltung will ihre Mitarbeiter durch eine vorübergehende Ausweitung des Homeoffice und flexiblere Arbeitszeiten entlasten, sofern es die dienstlichen Abläufe zulassen. Die Auswirkungen auf Schüler aus dem Umland hat die Stadt ebenfalls im Blick.

Kostenlos mit dem Shuttlebus unterwegs

Um das Straßennetz zu entlasten, bittet die Stadt, wann immer möglich auf Bus und Bahn umzusteigen. Auch Fahrgemeinschaften und der Verzicht auf nicht notwendige Autofahrten können helfen.

Eine erste Maßnahme steht bereits fest: Der Shuttle der Linie 561 kann von Dienstag, 22. September, bis Freitag, 25. September, kostenlos genutzt werden. Eine frühere Umsetzung war laut Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) nicht möglich.

Die Stadt hat sich außerdem für zusätzliche Kapazitäten im Schienenpersonennahverkehr eingesetzt. Geprüft werden unter anderem zusätzliche Fahrten und der Einsatz längerer oder kapazitätsstärkerer Züge. Die Regionalbuslinien und der Stadtbusverkehr fahren weiterhin, allerdings kann es wegen des zusätzlichen Verkehrs zu Verzögerungen kommen.

Umleitungen nutzen und mehr Zeit einplanen

Der LBM richtet großräumige Umleitungen ein. Die Stadt bittet Verkehrsteilnehmer, die ausgeschilderten Strecken zu nutzen und mehr Zeit für ihre Wege einzuplanen. Besonders in den ersten Tagen ist mit längeren Fahrtzeiten zu rechnen. Wer kann, sollte Fahrten außerhalb der Stoßzeiten erledigen.

Informationen zu den Umleitungen und zur aktuellen Verkehrslage gibt es auf der Internetseite des LBM: https://lbm.rlp.de/grossprojekte/regionale-projekte/b-9-/-l-528-vollsperrung-der-umgehung-speyer [2]

Bürgertelefon 

Für Fragen zu den Auswirkungen der B-9-Sperrung hat die Stadt Speyer ein Bürgertelefon eingerichtet. Die  Rufnummer lautet 06232 14-1315.

Der LBM nimmt Bürgeranfragen unter anfragen@lbm.rlp.de [3] entgegen.

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