
Synagoge in Speyer.
Archivfoto: Pfalz-Express
Speyer – Bei der Jüdischen Kultusgemeinde der Rheinpfalz wurde am Freitagmorgen, 16. Oktober 2026, ein Drohbrief entdeckt. Darin kündigte ein Unbekannter an, die Synagoge zu sprengen.
Ein im Umschlag enthaltenes Pulver erwies sich als ungefährlich. Nach der Analyse des Schreibens teilte die Polizei außerdem mit, dass derzeit keine Anhaltspunkte [1] für eine konkrete Gefährdung vorliegen. Die Kriminalpolizei Ludwigshafen ermittelt weiter.
Die Evangelische Kirche der Pfalz und das Bistum Speyer haben die Drohung in einer gemeinsamen Erklärung verurteilt. Eine Bedrohung gegen eine Synagoge richte sich gegen Menschen, ihre Religionsfreiheit und ihr Recht, den jüdischen Glauben ohne Angst zu leben.
Solidarität mit der Gemeinde
Beide Kirchen sprechen den Mitgliedern der Gemeinde und ihren Familien ihre Solidarität aus. Ihre Unterstützung und ihre Gebete gelten besonders den Menschen, die sich durch die Drohung persönlich bedroht fühlen oder um ihre Sicherheit sorgen.
In der Erklärung verweisen die Kirchen auf das gemeinsame geistliche Erbe von Christen und Juden. Daraus erwachse eine besondere Verbundenheit. Antisemitischen Vorurteilen und Angriffen auf jüdische Menschen wolle man innerhalb der Kirchen und in der Gesellschaft entgegentreten.
Zugleich hoffe man auf eine Aufklärung des Vorfalls und die notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Gemeinde, so die Landeskirche und das Bistum.
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