Samstag 12.September 2026

Speyer: Altpörtel öffnet nach sechs Jahren wieder – Das müssen Besucher jetzt wissen

26. August 2026 | Kategorie: Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer, Regional

Speyerer Altpörtel.
Foto: CC-BY Pfalz Touristik, Fachenbach Medien

Sechs Jahre mussten Speyerer und Touristen warten, jetzt geht es wieder hinauf: Das Altpörtel in Speyer öffnet am Mittwoch, 2. September 2026, wieder für Besucher. Nach umfangreicher Sanierung gibt es allerdings neue Regeln für den Besuch.

Seit 2020 war das frühere westliche Stadttor geschlossen. Vor allem der Brandschutz musste umfassend modernisiert werden. Rund 495.000 Euro hat die Stadt nach eigenen Angaben in die Sanierung einschließlich der Fachplanungen investiert.

„Das Altpörtel ist weit mehr als ein historisches Bauwerk. Es ist ein Stück Speyer, mit dem viele Menschen ganz persönliche Erinnerungen verbinden. Umso wichtiger ist es, dass dieses Wahrzeichen unserer Stadt nach den umfangreichen Sanierungsarbeiten nun wieder für die Speyererinnen und Speyerer sowie für unsere Gäste zugänglich ist und die heutigen Anforderungen an den Brandschutz erfüllt“, betont Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler.

Nur 15 Besucher gleichzeitig

Wer künftig die Aussicht über Speyer genießen möchte, muss sich auf ein neues Besuchskonzept einstellen. Aus Brandschutzgründen dürfen sich maximal 15 Besucher gleichzeitig im Altpörtel aufhalten. Der Zutritt wird deshalb über feste Zeitfenster geregelt. Besucher können zwischen drei Angeboten wählen: dem individuellen Aufstieg zum Aussichtsturm, öffentlichen Führungen sowie Gruppenbuchungen mit Führung.

Von April bis Oktober sind individuelle Besuche beispielsweise mittwochs und freitags am Nachmittag sowie samstags am Vormittag möglich. Dafür stehen jeweils 30 Minuten zur Verfügung. Führungen dauern 45 Minuten und werden unter anderem samstags am Nachmittag sowie sonntags und an Feiertagen angeboten.

„Mit der Wiederöffnung des Altpörtels gewinnt Speyer eine besondere touristische Attraktion zurück. Die Aussichtsgalerie eröffnet unseren Gästen neue Blickwinkel auf die Stadt und ihre Umgebung und lädt dazu ein, Speyer aus einer ungewohnten Perspektive zu entdecken“, betont Bürgermeister und Tourismusdezernent Prof. Dr. Alexander Schubert.

Von oben reicht der Blick unter anderem zur Gedächtniskirche, zum Rhein und zum Technik Museum. In Richtung Weinstraße sind auch die Villa Ludwigshöhe und das Hambacher Schloss zu sehen.

Das kostet der Aufstieg

Ein individueller Besuch kostet 5 Euro, ermäßigt 3,50 Euro. Die Familienkarte für zwei Erwachsene und die zur Familie gehörenden Kinder bis einschließlich 16 Jahre kostet 13,50 Euro. Für eine Führung werden 7 Euro beziehungsweise ermäßigt 5 Euro fällig. Die Familienkarte kostet hier 19 Euro. Kinder bis einschließlich sechs Jahre haben freien Eintritt.

Tickets können über visitSpeyer oder bei der Tourist-Information gebucht werden. Spontane Besuche sind möglich, sofern im jeweiligen Zeitfenster noch Plätze frei sind. Die Stadt empfiehlt eine frühzeitige Buchung.

Fast eine halbe Million Euro für die Sanierung

Für die Wiedereröffnung waren umfangreiche Arbeiten notwendig. Unter anderem wurden eine Brandmeldeanlage sowie eine Not- und Sicherheitsbeleuchtung installiert. Hinzu kamen Rauchschürzen und eine Rauch- und Wärmeabzugsanlage. Auch die Elektrik und Beleuchtung wurden überarbeitet. Im Fensterbereich kamen neue LED-Lichtleisten hinzu. Der Dachstuhl wurde außerdem umfassend gereinigt und von Taubendreck befreit. Insgesamt kosteten die Arbeiten einschließlich der Fachplaner rund 495.000 Euro.

Passend zur Wiedereröffnung gibt es ab dem 2. September außerdem den dritten Speyerer Null-Euro-Schein. Das neue Sammlerstück zeigt das Altpörtel aus der Perspektive der Maximilianstraße und wird in der Tourist-Information verkauft.

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