
Atomkraftwerk
Foto: dts Nachrichtenagentur
Berlin – Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hat sich für eine erneute gesellschaftliche Debatte über die Rückkehr zur Kernenergie und die Reaktivierung der zuletzt abgeschalteten Reaktoren ausgesprochen.
Wie die „Rheinische Post“ berichtet, sagte Spahn am Mittwochabend vor einem Innovationskongress der Unionsfraktion: „Es gibt Studien, die sagen, dass die stillgelegten Reaktoren der letzten Jahre mit um die neun, zehn Milliarden Euro wieder ans Netz gehen könnten.“
Spahn ergänzte: „Ich finde jedenfalls, diese Debatte müssen wir gesellschaftlich führen.“ In anderen Staaten würden „30, 40, 50 Milliarden Euro investiert, um ein neues Kernkraftwerk zu bauen. Wir könnten mit deutlich weniger unsere gerade abgeschalteten Kernkraftwerke wieder ans Netz bringen. Eine Diskussion ist es in jedem Fall wert“, so Spahn.
SPD erteilt Spahn bei Rückkehr zur Atomkraft Absage
Die SPD erteilt Überlegungen von Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) eine klare Absage, Atomkraftwerke in Deutschland zu reaktivieren. Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese sagte der „Rheinischen Post“: „Täglich grüßt das Murmeltier. Es ist nicht zielführend, immer die gleichen Debatten zu führen.“
Wiese ergänzte, die Atomkraft sei „die teuerste und die gefährlichste aller Energien und die Endlagersuche für die Altlasten ist bis heute nicht geklärt“. Zudem sei die Kernenergie keine kurz- oder mittelfristig zur Verfügung stehende Grundlast. „Unser Fokus liegt auf der Zukunft: auf dem Ausbau der erneuerbaren Energien als ökologische, günstige und verlässliche Lösung. Flankiert durch moderne Gaskraftwerke und Batteriespeicher“, sagte Wiese. (dts Nachrichtenagentur)
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