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Sicherheit bei Elektroinstallationen: Wichtige Hinweise für Heimwerker

Quelle: Alexandra_Koch [1] bei pixabay.com [2]

Da immer mehr Menschen ihre Wohnumgebung in und um Rheinland-Pfalz mit eigenen Händen gestalten möchten, steht beim Heimwerken häufig das Thema Elektroinstallation auf der Tagesordnung.

Bevor man sich an die Arbeit macht, sollte man sich jedoch mit der Rechtslage vertraut machen. Aus Sicherheitsgründen dürfen nicht alle Elektroarbeiten von einem Laien durchgeführt werden. Dieser Artikel weiß mehr dazu und benennt zudem, wie sich die Sicherheit bei Elektroinstallationen erhöhen lässt.

Die Handwerksordnung reglementiert gefahrengeneigtes Handwerk

Einige Tätigkeiten beim Heimwerken werden sicherheitstechnisch als so kritisch erachtet, dass sie lediglich von spezialisierten Firmen mit einer entsprechenden fachlichen Befähigung ausgeübt werden dürfen. Der Experte spricht hierbei vom sogenannten „gefahrengeneigten Handwerk“, das den Bestimmungen der Handwerksordnung (HwO) unterliegt.

Im ersten Absatz des § 1 sieht die HwO vor, dass nur jene Unternehmen für die Durchführung der Arbeiten legitimiert sind, die eine Eintragung in der Handwerksrolle nachweisen können. Im Falle des Elektrohandwerks handelt es sich um Elektrofachbetriebe, die Fachexpertise mitbringen. Wer lediglich Elektrodosen montieren möchte und einen Überblick über Elektrodosen [3] wünscht, kann sich online im Shop für sicheres Elektrozubehör umsehen und diese Arbeiten selbst erledigen.

Verstöße gegen HwO-Bestimmung

Jeder, der bei Elektroinstallationen selbst Hand anlegt, haftet für seine eigene Arbeit. Dabei gilt es, stets im Blick zu haben, dass unsachgemäße Elektroarbeiten neben Sachschäden auch Gefahr für Leib und Leben darstellen können. Kommt eine Person oder deren persönliches Eigentum zu Schaden, ist man auch als nicht ausgebildeter Elektroinstallateur schadensersatzpflichtig. In den meisten Fällen entfällt dann auch der Versicherungsschutz.

Um sich hierbei nicht finanziell zu ruinieren, sollten ausgewählte Arbeiten stets vom Fachspezialisten übernommen werden. Dieser installiert nicht nur, sondern nimmt eigene Elektroinstallationen auch offiziell ab.

Allgemeine Risiken bei Elektroinstallationen

Folgenden Gefahren stehen Heimwerker bei Elektroarbeiten gegenüber:

 • Stromschläge
 • Kurzschlüsse
 • Überspannungsschäden
 • Kabelbrände
 • Unfälle (beispielsweise Sturz von der Leiter)

Welche Elektroinstallationen dürfen Heimwerker selbst erledigen?

Sofern mit dem Stromkreis kein Kontakt besteht, ist es denkbar, Leerrohre zu verlegen und mit Elektrokabeln zu bestücken. Weiterhin können Elektrodosen eingesetzt werden. Sind Wandschlitze zu stemmen oder zu fräsen, so ist auch dies erlaubt. Darüber hinaus können Heimwerker Leuchten aufhängen und Leuchtmittel austauschen, ohne dass es einer gesonderten Lizenz bedarf.

Das Deaktivieren und Aktivieren von Sicherungen sowie Setzen von Unterverteilern und der Einbau eines Zählerschrankes sind ebenso gestattet. Alle anderen Arbeiten sind Aufgaben eines in der Handwerksrolle eingetragenen Elektrofachbetriebes. Dieser hält die VDE-Vorschriften – ein anerkanntes technisches Regelwerk – ein und fertigt ein Prüfprotokoll an, das im Zweifelsfall als Nachweis vor Gericht dienlich ist.

Sicherheitshinweise für Elektroarbeiten, die jeder Heimwerker kennen sollte

Auch, wenn heimwerkliche Elektroarbeiter keinen Kontakt zum Stromnetz haben, ist die Sicherheit zu erhöhen. Eine erste Aufgabe ist es, die Lampen auszuschalten und den Strom abzustellen, sodass der Stromkreislauf unterbrochen ist. Außerdem sollte der Netzstecker gezogen werden.

Produkte wie Elektrodosen, die Heimwerker [4] selbst montieren dürfen, sollten nicht nur als qualitativ hochwertig ausgewiesen sein. Vielmehr liegt der Fokus auf Zertifizierungssiegeln. Verwendet werden im Idealfall ausnahmslos Produkte, die mit dem GS-Siegel beziehungsweise VDE-Prüfzeichen versehen sind. Um keine Unfälle durch Stürze zu provozieren, ist es sinnvoll, die Arbeiten in Anwesenheit einer zweiten Person auszuführen. Sie kann bei Arbeiten über Kopf auf der Leiter Unterstützung bieten und im Notfall Erste Hilfe [5] organisieren.

Professionelle Elektroinstallationen korrekt abnehmen lassen

Zur Sicherheit bei Elektroarbeiten gehört auch eine passgenaue Abnahme von Elektroinstallationen, die man beim Heimwerken den Profis überlässt. Die Prüfung hat entsprechend der DIN VDE 0701-0702 zu erfolgen und geht über eine Sichtprüfung hinaus. So sind der Ableitstrom und der in der Anlage messbare Isolationswiderstand zu messen.

Des Weiteren müssen die Funktionalität der Installationsarbeiten und die getroffenen Schutzmaßnahmen auf ihre Wirksamkeit hin überprüft sowie im Prüfprotokoll vermerkt werden. Solange noch nicht behobene Mängel existieren, ist die Dokumentation mittels Mängelbericht obligatorisch.

 

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