
Richard-von-Weizsäcker-Realschule Plus in Germersheim
Foto: Pfalz-Express
Der Landkreis Germersheim erhält im Jahr 2025 einen Landeszuschuss von 206.550 Euro für die Schulsozialarbeit an weiterführenden Schulen mit Berufsreifezweig.
Davon profitieren unter anderem die Realschulen plus in Germersheim, Lingenfeld, Kandel und Bellheim sowie die Integrierten Gesamtschulen in Wörth, Rheinzabern, Kandel und Rülzheim.
„Dieser Zuschuss ist willkommen, dringend nötig, aber leider zu gering“, erklärt Landrat Martin Brandl. Die aufwandsfähigen Personalkosten des Landkreises belaufen sich 2025 voraussichtlich auf rund 540.000 Euro. Da die Fördersumme seit Jahren nicht gestiegen ist, muss der Landkreis insbesondere Lohnsteigerungen und den wachsenden Bedarf selbst tragen. Brandl fordert daher eine Anpassung der Förderung durch das Land. „Zusätzlich ist eine finanzielle Unterstützung auch für die Gymnasien und Förderschulen notwendig“, so der Landrat.
Auch die Verbandsgemeinden und Städte beteiligen sich jährlich mit jeweils 10.000 Euro an der Finanzierung.
Erster Beigeordneter Christoph Buttweiler hebt hervor, dass der Landkreis an den vier Integrierten Gesamtschulen sowie an den beiden Gymnasien jeweils eine Vollzeitstelle für Schulsozialarbeit aus eigenen Mitteln finanziert. Zudem wurden im Bereich der Grundschulen im vergangenen Jahr weitere Stellenanteile geschaffen.
Denise Hartmann-Mohr, Leiterin des Jugendamts, betont die wachsenden Bedarfe im Bereich der Jugendhilfe an Schulen. „Mit dem bedarfsgerechten Ausbau der Schulsozialarbeit können Kinder und Jugendliche frühzeitig erreicht und in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung unterstützt werden. Zudem bietet Schulsozialarbeit eine wichtige erste Anlaufstelle in persönlichen Krisen. Sie ist in erster Linie ein präventives Angebot, das nachweislich wirkt.“
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