
Der Zug wurde zunächst einmal beschlagnahmt.
Fotoquelle:Melanie Keul/Einsatz-Report24
Ettlingen – Ein Mitarbeiter der DB-Sicherheit ist am Freitagabend (17. Juli) bei einer Auseinandersetzung mit einem Fahrgast aus einem mit rund 120 km/h fahrenden Zug gestürzt und lebensgefährlich verletzt worden.
Streit eskaliert nach Fahrkartenkontrolle
Nach bisherigen Erkenntnissen kontrollierten Fahrscheinprüfer gegen 19.35 Uhr in einem Zug auf der Strecke von Offenburg nach Karlsruhe die Fahrkarte eines 36-jährigen Mannes. Dabei kam es zunächst zu einem verbalen Streit, woraufhin zwei Mitarbeiter der DB-Sicherheit hinzugezogen wurden.
Nach Angaben der Ermittler soll der mutmaßlich alkoholisierte 36-Jährige die beiden Sicherheitsmitarbeiter beleidigt haben. Anschließend entwickelte sich eine körperliche Auseinandersetzung mit einem 26-jährigen bulgarischen Mitarbeiter der DB-Sicherheit.
Während des Gerangels gingen beide Männer zu Boden. Dabei wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft die Tür des Zugs aus ihrer Verankerung gerissen. Der 26-Jährige stürzte auf Höhe von Ettlingen-Bruchhausen aus dem Zug.
Polizei nimmt Tatverdächtigen fest
Polizeikräfte nahmen den 36-Jährigen noch im Zug vorläufig fest. Bei einer groß angelegten Suche fanden Einsatzkräfte den lebensgefährlich verletzten Sicherheitsmitarbeiter rund zwei Kilometer entfernt im Gleisbereich. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht.
Der Zug wurde beschlagnahmt. Die Kriminalpolizei Karlsruhe hat die Ermittlungen zu den Hintergründen des Vorfalls übernommen. (red)
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