
Foto (Archiv): Pfalz-Express
Rheinland-Pfalz – Seit Ende Juni haben zahlreiche Wald- und Vegetationsbrände die Feuerwehren in Rheinland-Pfalz gefordert. Vom 30. Juni bis zum 17. August gingen beim Lagezentrum Bevölkerungsschutz des Landes 41 einsatzbezogene Lagemeldungen zu Wald-, Flächen- und Vegetationsbränden ein.
Mehrere Brände waren großflächig. In Langscheid im Landkreis Mayen-Koblenz brannten am 14. August rund 50 Hektar. Mehr als 400 Einsatzkräfte waren dort im Einsatz. In Büchel im Landkreis Cochem-Zell waren es rund 40 Hektar und etwa 370 Einsatzkräfte. In Reichenbach im Landkreis Birkenfeld wurden Ende Juli mehr als 22 Hektar Wald zerstört.
Auch in anderen Regionen mussten die Feuerwehren größere Flächen bekämpfen. In Gebhardshain im Landkreis Altenkirchen waren am 16. August rund 10 Hektar betroffen, etwa 350 Einsatzkräfte waren im Einsatz. In Hilgert im Westerwaldkreis brannten am 10. August rund 8,5 Hektar. Dort waren etwa 270 Einsatzkräfte beteiligt.
Spezialfahrzeuge und Drohnen im Einsatz
Bei den größeren Bränden kamen unter anderem Waldbrandzüge, spezielle Tanklöschfahrzeuge und Drohnen zur Erkundung aus der Luft zum Einsatz. Je nach Lage wurden auch Polizeihubschrauber, das Technische Hilfswerk und Hilfsorganisationen hinzugezogen.
Unterstützung erhielten die Feuerwehren außerdem von Landwirten und Winzern, die mit Fahrzeugen und Geräten bei der Brandbekämpfung halfen. Das Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz (LfBK) unterstützte bei der Lagebeurteilung und koordinierte bei Bedarf Ressourcen überregional.
Auch über die Landesgrenzen hinweg waren rheinland-pfälzische Einsatzkräfte gefragt. Kräfte aus Rheinland-Pfalz unterstützten unter anderem bei einem Waldbrand im Saarland. Bei der aktuellen Waldbrandlage im Hohen Venn an der deutsch-belgischen Grenze sind ebenfalls rheinland-pfälzische Einsatzkräfte beteiligt.
Innenstaatssekretär Dirk Herber sieht das Zusammenspiel der verschiedenen Einsatzkräfte als wichtigen Faktor bei der Bewältigung der Brände. Das Innenministerium und das LfBK wollen die Einsätze nach Abschluss der aktuellen Lage gemeinsam auswerten und prüfen, ob Verbesserungen notwendig sind.
Bei mehreren größeren Bränden laufen nach Angaben des Innenministeriums weiterhin Nachlöscharbeiten und Kontrollen. Damit soll verhindert werden, dass Glutnester erneut aufflammen.
Weitere größere Brände
Zu den vom Land aufgeführten größeren Einsatzlagen gehören außerdem Brände in Bengel im Landkreis Bernkastel-Wittlich mit rund 5 Hektar, in Schwollen im Landkreis Birkenfeld mit rund 4 Hektar, in Quirnbach im Landkreis Kusel mit rund 3 Hektar und in Traisen im Landkreis Bad Kreuznach mit rund 5,4 Hektar. Beim Brand in Traisen waren zeitweise etwa 450 Einsatzkräfte beteiligt.
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