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Rhein-Pfalz-Kreis: Rund 40 Prozent mehr Sterbefälle während Hitzewelle Ende Juni

Foto: Pfalz-Express / Licht

Während der Hitzewelle Ende Juni 2026 sind in Ludwigshafen, Frankenthal, Speyer und dem Rhein-Pfalz-Kreis deutlich mehr Menschen gestorben als in den entsprechenden Zeiträumen der drei Vorjahre.

Eine Auswertung des Gesundheitsamts des Rhein-Pfalz-Kreises zeigt einen Anstieg der registrierten Sterbefälle um rund 40 Prozent.

Untersucht wurde der Zeitraum vom 18. bis 28. Juni 2026. In diesen elf Tagen wurden durchschnittlich 19,2 Sterbefälle pro Tag registriert. In den gleichen Zeiträumen der Jahre 2023 bis 2025 waren es im Durchschnitt 13,7 Todesfälle täglich.

Zeitlicher Zusammenhang, aber keine Aussage zur Todesursache

Das Gesundheitsamt sieht einen zeitlichen Zusammenhang zwischen der Hitzewelle und der erhöhten Sterblichkeit. Daraus lasse sich allerdings nicht schließen, dass die einzelnen Todesfälle unmittelbar durch die hohen Temperaturen verursacht wurden. Hitze könne bestehende Erkrankungen verschärfen und damit zu schweren Krankheitsverläufen beitragen, ohne später als unmittelbare Todesursache auf dem Totenschein zu erscheinen.

„Extreme Hitze kann den menschlichen Körper erheblich belasten. Besonders für ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen kann eine längere Hitzeperiode gesundheitlich problematisch werden“, sagt Dr. Philipp Jaehn vom Gesundheitsamt des Rhein-Pfalz-Kreises. Die Zahlen zeigten, wie wichtig es sei, gesundheitliche Folgen hoher Temperaturen ernst zu nehmen und besonders gefährdete Menschen während solcher Wetterlagen im Blick zu behalten.

DWD warnte wiederholt vor der Hitze

Der Zeitraum fiel mit einer außergewöhnlich intensiven Hitzeperiode zusammen. Zwischen dem 18. und 28. Juni gab der Deutsche Wetterdienst wiederholt Hitzewarnungen heraus.

Besonders gefährdet durch hohe Temperaturen sind ältere Menschen, chronisch Kranke, Säuglinge und Kleinkinder, Schwangere, Wohnungslose und sozial isolierte Menschen. Auch Menschen, die bei großer Hitze im Freien arbeiten, tragen ein erhöhtes Risiko. Mögliche Folgen reichen von Kreislaufproblemen und Flüssigkeitsmangel bis zu Erschöpfung und Hitzschlag.

Das Gesundheitsamt empfiehlt bei längeren Hitzeperioden, direkte Sonne und körperliche Anstrengung während der heißesten Stunden zu vermeiden, ausreichend zu trinken und Wohnräume möglichst kühl zu halten. Bei älteren oder alleinlebenden Menschen könnten auch Angehörige und Nachbarn helfen, indem sie regelmäßig nach ihnen sehen.

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