
Katharina Reiche
Foto: dts Nachrichtenagentur
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will im Kontext der Reform des Heizungsgesetzes (Gebäudemodernisierungsgesetz) zwei Wege stärken: Heimische Gasförderung ausweiten, da Deutschland über eigene Reserven (u. a. Schiefergas) verfügt.
Sie fordert eine sensible Abwägung zwischen Umwelt- und Versorgungsinteressen in geopolitisch unsicheren Zeiten und kritisiert, dass man unpopuläre Maßnahmen wie Exploration in der Nordsee auf Nachbarn wie die Niederlande auslagert.
Fracking bleibt zwar verboten, aber sie will über Fördermöglichkeiten sprechen. Die Gasversorgung sieht sie als stabil an (dank Speicher, LNG-Terminals, diversifizierter Importe – USA als verlässlicher Partner).
Außerdem sollen Biomethan-Importe (insbesondere aus der Ukraine) forciert werden, sobald regulatorische Hürden in Ukraine und EU gelöst sind. Biomethan soll helfen, CO₂ bei Gasheizungen einzusparen. Ein Beimischungsmodell für „grüne Gase“ soll bis Sommer 2026 kommen.
Zum Heizungsgesetz betont Reiche: Verbraucher sollen frei entscheiden (Wärmepumpe, moderne Gasthermen, Hybridsysteme etc.), statt staatlich vorgeschrieben zu bekommen.
Fossile Brennstoffe werden durch Emissionshandel teurer, aber neue Gasthermen seien in manchen Fällen sinnvoll und CO₂-sparend. Sie weist Kritik zurück und argumentiert, dass Stillstand bei alten Heizungen für Mieter am teuersten wäre.
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