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Ponykarussell auf der Lautrer Kerwe: Diskussion über Tierschutz

Symbolbild: Ponys laufen in einem „Ponykarussell“ endlos im Kreis
© PETA Deutschland e.V.

Kaiserslautern – Auf der bis 27. Oktober laufenden Lautrer Kerwe sorgt ein Ponykarussell erneut für Kontroverse. Nach Beschwerden von Besuchern hat die Tierrechtsorganisation PETA die Betreiber sowie Oberbürgermeisterin Beate Kimmel und den Stadtrat aufgefordert, den Einsatz von Ponys auf der Veranstaltung zu überdenken und künftig auf tierfreundliche Alternativen zu setzen.

PETA kritisiert, dass das stundenlange Im-Kreis-Laufen für die Ponys physischen und psychischen Stress verursacht. Die einseitige Belastung schade der Wirbelsäule, und die laute Geräuschkulisse der Kerwe überfordere das empfindliche Gehör der Tiere.

In einem Schreiben an die Stadtverwaltung verweist PETA auf Städte wie Hamburg, München oder Mannheim, die Ponykarussells bereits verboten haben, und fordert Kaiserslautern auf, diesem Beispiel zu folgen.

Fachleute wie die Amtstierärztin Dr. Sabine Beckmann und der Tierarzt Dr. Hans Christ untermauern die Kritik. Sie weisen auf gesundheitliche Schäden durch die monotone Bewegung und Reizarmut hin.

Auch die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz betont, dass Ponykarussells ein veraltetes Bild vom Tier vermitteln, das nicht mehr zeitgemäß sei. Eine Umfrage von 2015 zeigt zudem, dass 59 Prozent der Deutschen ein Verbot von Ponykarussells befürworten.Die Stadt Kaiserslautern hatte 2022 entschieden, das Ponykarussell beizubehalten. 

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