
Foto: Bundespolizei
Bienwald – Bei einer Kontrolle am Grenzübergang B9/Bienwald haben Bundespolizisten am Donnerstagabend, 29. Januar 2026, 1020 lebende Küken in einem Kleinwagen entdeckt. Das Fahrzeug mit drei jungen Männern war gegen 18.40 Uhr angehalten worden.
Während der Kontrolle nahmen die Beamten aus dem Fahrzeuginneren auffällige zwitschernde Geräusche wahr. Bei der anschließenden Überprüfung fanden sie mehrere Kartons mit den Küken, die lose im Kofferraum sowie auf der Rückbank transportiert wurden.
Eine Versorgung der Tiere mit Futter oder Wasser war nicht gegeben; die Kartons verfügten lediglich über Öffnungen zur Luftzufuhr.
Der 20-jährige deutsche Fahrer gab an, die Küken im Auftrag eines Freundes in Frankreich abgeholt zu haben. Ziel sei ein Geflügelhof im niedersächsischen Uelzen gewesen. Entsprechende Transport- oder Begleitdokumente konnte der Mann zunächst nicht vorlegen. Lediglich ein französisches Dokument zum Impfstatus der Tiere wurde ausgehändigt. Im weiteren Verlauf übermittelte der Eigentümer des Geflügelhofs ein Gesundheitszeugnis des Zuchtbetriebs.
Nach einer Güterabwägung und Rücksprache mit dem Veterinäramt Lörrach wurde von einer Sicherstellung der Tiere abgesehen. Das zuständige Veterinäramt war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr erreichbar, zudem war eine angemessene Unterbringung der großen Anzahl an Küken kurzfristig nicht möglich. Dem Fahrer wurde die Weiterfahrt gestattet.
Wegen eines möglichen Verstoßes gegen die Tierschutztransportverordnung wurde der Sachverhalt zur Prüfung und möglichen Ahndung einer Ordnungswidrigkeit an das Veterinäramt Germersheim weitergeleitet. Auch das Veterinäramt Uelzen, in dessen Zuständigkeitsbereich sich der Geflügelhof befindet, wurde informiert.
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