
Foto: Pfalz-Express
Neustadt – Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat in einer bundesweiten Stichprobenuntersuchung per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS), auch bekannt als „Ewigkeitschemikalien“, in zahlreichen Trinkwasserproben nachgewiesen.
Unter den getesteten Orten war auch Neustadt an der Weinstraße. Diese schwer abbaubaren Chemikalien reichern sich in der Umwelt und im menschlichen Körper an. Die SPD-Fraktion im Neustadter Stadtrat reagierte im Dezember mit einem Antrag im Umweltausschuss.
Sie forderte Aufklärung über das Ausmaß der Belastung im lokalen Trinkwasser sowie Maßnahmen zur Überwachung und Bekämpfung. Marc-Finn Klein, Co-Vorsitzender der SPD Neustadt und Mitglied im Umweltausschuss, erklärte: „Der BUND hat auch in Neustadt PFAS gefunden. Wir müssen diesem Thema besondere Aufmerksamkeit widmen.“
Die Stadtwerke Neustadt bewerteten die Situation gegenüber dem Ausschuss als „stabil, sicher und unbedenklich“. Sie beriefen sich auf Austausch mit dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) und dem Technologiezentrum Wasser (TZW) Karlsruhe.
Die gemessenen Werte liegen deutlich unter den geltenden Grenzwerten. Langfristig sei jedoch eine bundesweite Minimierung der Einträge in die Umwelt erforderlich. Die Stadtwerke informierten zudem über ihre Maßnahmen: Sie lassen fortlaufend Analysen aller relevanten PFAS-Substanzen durch das TZW Karlsruhe durchführen, sorgen für transparente Kommunikation gegenüber Behörden und Politik und unterstützen den vorsorgenden Gewässerschutz.
Die SPD begrüßte diese Schritte, insbesondere die kontinuierliche Überwachung. Klein betonte, die derzeitige Situation sei nicht besorgniserregend, doch die Analyseergebnisse sollten regelmäßig der Bevölkerung mitgeteilt werden. „Es braucht mehr Sichtbarkeit, um Trends früh zu erkennen und bei Bedarf schnell zu handeln“, so Klein.
Die BUND-Untersuchung aus dem Jahr 2024 umfasste Proben aus mehreren Städten, darunter Neustadt an der Weinstraße. Die PFAS-Konzentrationen lagen bundesweit zwischen 50 und 1100 ng/L, ohne aktuelle Grenzwerte zu überschreiten. Ab 2026 und 2028 treten in der EU und Deutschland strengere Regelungen in Kraft.

Marc-Finn Klein.
Foto: Kai Mehn
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