Donnerstag, 24. Juni 2021

Option für Baufeld 33 an der Paul-von-Denis-Straße: Nutzungsmix aus Boarding House, Gewerbe, studentischem Wohnen und Mietwohnen geplant

31. August 2017 | Kategorie: Landau
Schmuckstück: So soll die Bebauung des Baufelds 33 entlang der Paul-von-Denis-Straße aussehen. Foto: red

Schmuckstück: So soll die Bebauung des Baufelds 33 entlang der Paul-von-Denis-Straße aussehen.
Foto: red

Landau. Ein Filet-Areal nimmt Gestalt an: Das Baufeld 33 ist das nächste Grundstück entlang der Paul-von-Denis-Straße, für das eine Option vergeben wurde.

Den Zuschlag zur Entwicklung des Baufelds bekam die RG Residential Development GmbH, eine Tochter der Reuter Real Estate aus Klingenmünster. Die Optionsvergabe erfolgte im nicht-öffentlichen Teil der jüngsten Sitzung des städtischen Hauptausschusses.

Die Stadt hatte entschieden, bei der Vergabe das gleiche Verfahren anzuwenden wie zuvor bei den Baufeldern 39 und 40, ebenfalls an der Paul-von-Denis-Straße gelegen.

Die durch eine Vorauswahl ausgesuchten beiden Interessenten für das Baufeld 33 stellten ihre Konzepte in je zehnminütigen Präsentationen vor, dann trafen die Ausschussmitglieder in geheimer Wahl ihre Entscheidung.

Die Option erhielt letztlich die GmbH von Costa Reuter, die in Landau bereits das Wohnprojekt „Le Quartier No. 1“ mit 87 Wohnungen an der Ecke Cornichonstraße/Hartmannstraße im „Wohnpark Am Ebenberg“ realisiert hat.

Für die Umsetzung der hochwertigen Architektur, die auf dem Baufeld 33 entstehen soll, arbeitet die RG Residential Development GmbH mit dem renommierten Frankfurter Architekten Stefan Forster zusammen, der bereits zahlreiche Architekturpreise für seine Gebäude gewonnen hat.

Costa Reuter und Stefan Forster konnten die Ausschussmitglieder mit ihrer Vision für das rund 4.700 Quadratmeter große Baufeld überzeugen. Sie planen einen Nutzungsmix aus Boarding House, Gewerbe, studentischem Wohnen und Mietwohnen, dessen Architektursprache an die 1920er Jahre angelehnt ist. Die insgesamt drei Gebäude sind entsprechend der Vorgaben des Bebauungsplans L-förmig angeordnet.

Dienstleistungs- bzw. Gewerbebetriebe sollen im durchgängigen Erdgeschoss, das die drei Gebäudeteile im Sockel verbindet, untergebracht werden. In den Obergeschossen finden auf rund 2.800 Quadratmetern Fläche ein Boarding House (= Beherbergungsbetrieb mit längerer Aufenthaltsdauer als ein Hotel oder eine Pension) mit rund 40 Zimmern sowie ein studentisches bzw. Mietangebot mit ca. 27 bzw. zehn Wohneinheiten Platz.

Das Baufeld grenzt an die Paul-von-Denis-, die Franz-Schubert-, die Vogesen- und die Rheinstraße und bildet damit das Entree zum neuen Gewerbestandort entlang der Paul-von-Denis-Straße. Nach der Optionsvergabe im Hauptausschuss erfolgt nun die Konkretisierung des Bebauungs- und Nutzungskonzepts sowie die Abstimmung des Kaufvertrags. Das Grundstück soll voraussichtlich Ende dieses Jahres verkauft und ab Ende kommenden Jahres bebaut werden. Mit der Fertigstellung rechnet der Investor im Jahr 2020.

„Ich bin schon jetzt gespannt auf die Umsetzung dieses für unsere Stadt so wichtigen städtebaulichen Projekts“, erklärt Oberbürgermeister Thomas Hirsch. Das Baufeld 33 nehme aufgrund seiner Lage eine herausragende Stellung im hochwertigen neuen Standort Paul-von-Denis-Straße im Schnittpunkt zwischen „Gewerbepark Am Messegelände“, Bahnhof, Innenstadt und „Wohnpark Am Ebenberg“ ein.

Die Bebauung, die auf dem Grundstück entstehe, repräsentiere künftig den Quartiers-, aber auch den Stadteingang. Er sei überzeugt, dass das Projekt der RG Residential Development GmbH diesen hohen Ansprüchen mehr als gerecht werden, so Hirsch.

Für den gesamten Gewerbestandort Paul-von-Denis-Straße, dessen Entwicklung die Stadt Ende vergangenen Jahres bekanntgegeben hatte, gingen mehr als 30 Bewerbungen ein.

Die Stadt war mit drei Grundstückspaketen mit insgesamt rund 18.000 Quadratmetern Mischgebiets- und Gewerbeflächen an Betriebe herangetreten, die sich an diesem Standort ansiedeln wollen. Statt wie sonst üblich Ansiedlungsanfragen einzeln zu bearbeiten, führten städtische Wirtschaftsförderung und Stadtbauamt eine Marktabfrage durch, um mit Interessenten passgenaue Ansiedlungskonzepte zu entwickeln. (ld)

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