
Nvidia-Chef Jensen Huang.
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Nvidia-Chef Jensen Huang hält Warnungen vor einer möglichen Auslöschung der Menschheit durch Künstliche Intelligenz (KI) für überzogen. Im Gespräch mit dem „Handelsblatt“ bezeichnete er entsprechende Befürchtungen als „lächerlich“. Zugleich kritisierte er den deutschen Umgang mit der neuen Technologie.
Auf die Frage nach Warnungen, wie sie unter anderem OpenAI-Chef Sam Altman, Anthropic-Chef Dario Amodei und Nobelpreisträger Geoffrey Hinton geäußert haben, antwortete Huang: „Ich will das nicht wiederholen, weil ich die Vorstellung lächerlich finde.“
Für die Sicherheit der Technologie sieht Huang zunächst die Unternehmen selbst in der Verantwortung. Deutschland riet er, Künstliche Intelligenz erst einmal zu entwickeln und konkrete Probleme dann zu regulieren, wenn sie auftreten.
Merz-Frage nach KI-Regulierung sorgt für Diskussionen
Bereits beim „Invest in Germany Summit“ am 19. Oktober 2026 in Berlin hatte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit einer Frage an Huang für Diskussionen gesorgt: Statt zunächst die wirtschaftlichen Chancen der KI anzusprechen, wollte er als erstes von dem Nvidia-Chef wissen, wie sich die Technologie am besten regulieren lasse.
Huang machte dagegen deutlich, dass Deutschland und Europa vor allem die Entwicklung und Nutzung von KI vorantreiben müssten. Seine Warnung: Bei dieser technologischen Revolution gebe es keine zweite Chance.
Kritik an mangelnder Sicherheit von KI-Agenten
Dass Huang nicht jede Entwicklung unkritisch sieht, zeigte seine Reaktion auf einen Hackerangriff von OpenAI-Agenten auf die Plattform Hugging Face. Diesen bezeichnete er als „inakzeptabel“.
Den Agenten habe es an ausreichender Abschottung und Überwachung gefehlt. Huang forderte damit auch von den Technologieunternehmen, selbst für die Sicherheit ihrer Systeme zu sorgen. (red/ dts Nachrichtenagentur)