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Neustadt an der Weinstraße veröffentlicht kommunalen Wärmeplan

Neustadter Rathaus
Foto: Schädler

Neustadt. Die Stadt Neustadt an der Weinstraße hat ihren kommunalen Wärmeplan vorgelegt. Das Dokument dient als Grundlage für eine langfristig klimafreundliche, sichere und wirtschaftliche Wärmeversorgung und unterstützt die städtischen Klimaziele.

Der Plan wurde von der Stabsstelle Klimaschutz, Klimaanpassung und nachhaltige Entwicklung in Kooperation mit den Fachbüros energielenker projects GmbH und Theta Concepts GmbH erstellt. Er zielt darauf ab, die Klimaneutralität bis spätestens 2040 zu fördern und die Wärmeversorgung schrittweise auf erneuerbare Energien umzustellen.

Umsetzung gesetzlicher Vorgaben und städtischer StrategieDer Wärmeplan erfüllt die Anforderungen des bundesweiten Wärmeplanungsgesetzes (WPG) und ist in der städtischen Nachhaltigkeitsstrategie verankert. Bereits 2022 wurde die Erstellung beschlossen; eine Förderung in Höhe von 143.000 Euro aus der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) deckte die Kosten vollständig ab.

Der Plan gliedert die Stadt in Versorgungsgebiete, darunter Bereiche für individuelle Heizlösungen und Wärmenetzausbau. Etwa 54 Prozent des Wärmebedarfs sollen dezentral gedeckt werden, rund 34 Prozent über Fernwärmenetze.Zentrale Ziele umfassen:Reduzierung der Treibhausgasemissionen im Wärmesektor,Umstellung auf erneuerbare Energieträger und lokale Quellen, Sicherstellung der Versorgungs- und Investitionssicherheit, Orientierung für Planungen und Investitionen.

Der Plan wird alle fünf Jahre überprüft und an aktuelle Bedingungen angepasst. Er stellt ein flexibles Szenario dar, das sich je nach Förderungen und Umsetzbarkeit weiterentwickeln kann. Die Wärmewende erfordert insbesondere in Wärmenetzausbaugebieten erhebliche finanzielle und planerische Aufwendungen.

Keine neuen Verpflichtungen für Bürger

Der Wärmeplan schafft keine zusätzlichen Pflichten für Bürgerinnen und Bürger. Die Regelung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG), wonach neu installierte Heizungen ab dem 30. Juni 2028 mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen müssen, bleibt unverändert.

Das Dokument dient als Orientierungshilfe für Verwaltung, Politik, Stadtwerke, Unternehmen und Bürgerschaft.Fokus auf erneuerbare QuellenAls potenzielle Wärmequellen werden Solarthermie und Tiefengeothermie priorisiert, ergänzt durch saisonale Speicher, Großwärmepumpen und Abwärmenutzung.

Die Machbarkeit wird in Folgeuntersuchungen geprüft.Beteiligung und nächste SchritteAn der Erstellung beteiligt waren interne Abteilungen der Stadtverwaltung sowie externe Partner wie die Stadtwerke Neustadt an der Weinstraße GmbH, die Wohnungsbaugesellschaft (WBG), der Eigenbetrieb Stadtentsorgung (ESN), wissenschaftliche Experten und regionale Energieunternehmen.

Die Steuerungsgruppe Wärmeplanung wird fortgeführt und erweitert. Ab 2026 sind Informationsveranstaltungen in den Ortsteilen sowie Beratungsstellen für Bürger geplant. Die Stadtwerke erarbeiten parallel Transformations- und Ausbaupläne für Fernwärmenetze.

Beigeordnete Johanna Kunzendorff: „Der kommunale Wärmeplan bildet die strategische Grundlage für die klimaneutrale Wärmeversorgung in unserer Stadt. Die Wärmewende ist eine große Gemeinschaftsaufgabe, die dann gelingt, wenn Verwaltung, Stadtwerke, Unternehmen, Handwerkerschaft und Bürger gemeinsam an einem Strang ziehen.“

Weitere Informationen: neustadt.eu/kwp

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