
Pfalzklinikum in Klingenmünster.
Foto: Pfalz-Express
Klingenmünster – Mit dem neuen Adoleszentenzentrum im Pfalzklinikum erweitert die Klinik ihr Behandlungsangebot für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 24 Jahren.
Zwölf Behandlungsplätze stehen für Patienten zur Verfügung, die in einer schwierigen Übergangsphase zum Erwachsenwerden mit psychischen Erkrankungen oder akuten Krisen konfrontiert sind.
Das Zentrum bietet eine spezialisierte psychiatrische Versorgung, die individuell auf die Bedürfnisse der Altersgruppe zugeschnitten ist. Ein interdisziplinäres Team aus Psychiatern, Psychologen, Therapeuten, Pflegekräften und Sozialdienst begleitet die Patienten. In therapeutischen Gruppenangeboten werden Emotionsregulation, Selbstwertstärkung und zwischenmenschliche Fähigkeiten gefördert. Themen wie Eigenverantwortung und Tagesstruktur stehen ebenfalls im Fokus.
Mit diesem Angebot schließt das Pfalzklinikum eine Versorgungslücke und setzt gezielt pädagogische Elemente ein, um langfristige Folgeschäden zu verhindern. Neben der stationären Behandlung sind auch kurzfristige Kriseninterventionen möglich. Zukünftig soll die Betreuung schrittweise ausgebaut werden, um Patienten von der stationären Versorgung bis in ihr häusliches Umfeld zu begleiten.
Interessierte, Betroffene und Angehörige können sich bei Infoabenden über das Adoleszentenzentrum informieren. Der erste Termin findet am 10. Februar von 18 bis 19.30 Uhr in der Aula des Pfalzklinikums in Klingenmünster statt. Weitere Veranstaltungen sind für den 12. Mai, 11. August und 10. November zur gleichen Uhrzeit geplant. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Hintergrund:
Das Adoleszentenzentrum ist Teil eines umfassenden Modellvorhabens des Pfalzklinikums, das bis 2028 umgesetzt wird. Ziel ist es, psychisch erkrankte Menschen stärker in ihrem gewohnten Umfeld zu behandeln und die Zusammenarbeit zwischen ambulanter, teilstationärer und vollstationärer Versorgung zu verbessern.
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