Wichtige Infrastruktur für nachhaltige Logistik
Der neue Ladepark ist Teil der Strategie von Mercedes-Benz Trucks, die Lieferketten weiter zu elektrifizieren. Bis Ende 2026 sollen alle Anlieferungen zum Werk Wörth emissionsfrei erfolgen. Bereits jetzt werden 20 Prozent der von Daimler Truck beauftragten Transporte mit Elektro-Lkw durchgeführt.
Um die neuen Schnellladesäulen mit Strom zu versorgen, wurde eine Transformatorenstation mit einer Leistung von 6 Megawatt errichtet. Diese ist über eine neue 20.000-Volt-Hochspannungsleitung direkt an das Werksnetz angeschlossen. Zusätzlich ist der Ladepark erweiterbar: Zwei weitere Ladesäulen mit Megawatt-Ladefunktion sind bereits vorgesehen, um künftigen Anforderungen gerecht zu werden.
Effizienz im Lieferverkehr
Die sechs neuen Schnellladesäulen, ausgestattet mit einer Ladeleistung von 400 kW, sind darauf ausgelegt, die Standzeiten der Lkw effizient zu nutzen. Der Ladevorgang erfolgt während der Warte- oder Entladezeiten in der Lkw-Wartezone. Weitere Ladesäulen befinden sich an Schlüsselstellen innerhalb des Werksgeländes, um die Versorgung der Lkw weiter zu optimieren.
Andreas Bachhofer, Leiter des Standorts Wörth, erklärte: „Die neue Ladeinfrastruktur steigert die Effizienz unseres Lieferverkehrs erheblich und zeigt, wie wir Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit im Logistikprozess vereinen können.“
Wandel in der Region
Die Bedeutung des Projekts für die Region betonte auch Wörths Bürgermeister Steffen Weiß: „Der neue Ladepark unterstreicht den Wandel hin zur Elektromobilität. Während Diesel-Lkw über Jahrzehnte das Ortsbild prägten, findet der ‚Tankvorgang‘ nun zunehmend elektrisch und direkt im Werk statt.“
Zukunftsorientierter Standort
Das Mercedes-Benz Werk Wörth ist seit Jahren ein Vorreiter in der Produktion und Integration von Elektro-Lkw. Mit dem neuen Ladepark wird ein weiterer Meilenstein gesetzt, um die Vision eines klimaneutralen Straßengüterverkehrs voranzutreiben. Bereits seit 2022 können Kunden am Branchen-Informations-Center (BIC) in Wörth Ladesäulen und Konzepte verschiedener Hersteller testen.
Das Werk bleibt mit rund 10.000 Beschäftigten nicht nur einer der größten Arbeitgeber in Rheinland-Pfalz, sondern auch ein zentraler Standort für die Transformation der Nutzfahrzeugindustrie.