
RLP-Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt.
Foto: Pfalz-Express / Linares-Ramon
Hauenstein/Mainz– Der lang ersehnte Ausbau der Bundesstraße 10 (B10) in der Südwestpfalz schreitet weiter voran. Wie die rheinland-pfälzische Wirtschafts- und Verkehrsministerin Daniela Schmitt mitteilt, beginnen im Januar 2026 die Bauarbeiten für den nächsten Abschnitt rund um die berüchtigte „Felsnase“ bei Hauenstein.
„Wir kommen beim B10-Ausbau gut voran. Erst kurz vor Weihnachten konnten wir eine neue Anschlussstelle samt Rastanlage mit zusätzlichen Lkw-Parkplätzen bei Wilgartswiesen für den Verkehr freigeben.
Und nun starten im Januar die Bauarbeiten für den weiteren Abschnitt an der Felsnase bei Hauenstein“, erklärte Ministerin Schmitt. „Ich freue mich, dass wir so zügig vorankommen und die B10 Schritt für Schritt zu einer leistungsfähigen und dem aktuellen Verkehrsaufkommen angemessenen Bundesstraße ausbauen.
Unsere Unternehmen, der Wirtschaftsstandort und die Bürgerinnen und Bürger brauchen eine sichere und zuverlässige Verkehrsinfrastruktur – sie haben schon viel zu lange darauf gewartet.“
Der 1,4 Kilometer lange Abschnitt entlang der steilen Felswand ist derzeit nur zweistreifig und gilt als enges Nadelöhr sowie Unfallschwerpunkt auf der ansonsten weitgehend dreistreifigen Strecke zwischen Hinterweidenthal und Wilgartswiesen.
Hier entsteht nun eine zweite Fahrbahn, die bis zu sechs Meter höher in den Felshang hineingebaut wird. Der dreistreifige Ausbau berücksichtigt bereits einen späteren vierstreifigen Ausbau in Richtung Landau-Pirmasens.
Zum Schutz der Umwelt wird eine Grünbrücke errichtet, die den faunistischen Austausch zwischen den Lebensräumen erhält und die Wiedervernetzung von Tierpopulationen fördert. Vor dem Beginn der Erdbauarbeiten im Sommer 2026 müssen die betroffenen Hänge im Winter von Bewuchs freigeräumt werden.
Im Frühjahr folgt die Umsiedlung von Reptilien in neu geschaffene Habitate. In den Monaten Januar und Februar sind auf dem Streckenabschnitt Verkehrsbehinderungen zu erwarten, da aus Sicherheitsgründen teilweise Fahrstreifen gesperrt werden müssen.
Ministerin Schmitt und der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Kaiserslautern bitten die Verkehrsteilnehmer um Verständnis: „Diese Einschränkungen sind leider unvermeidbar, dienen aber langfristig einer leistungsfähigeren und sichereren B10.“
Die Fertigstellung der Maßnahme ist für das Jahr 2028 geplant. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 23,6 Millionen Euro.
Technische Details zum Ausbau
Der bestehende Abschnitt ist derzeit etwa 7,50 Meter breit. Die Richtungsfahrbahn Landau–Pirmasens wird auf 10,50 Meter verbreitert, sodass zwei Fahrspuren plus Standstreifen entstehen.
Der Ausbau erfolgt bergseitig (Nordseite). Die vorhandene zweistreifige Trasse bleibt erhalten und dient künftig als einstreifige Fahrbahn mit Standspur in Richtung Pirmasens–Landau. Ein späterer vierstreifiger Ausbau ist bereits querschnittlich vorbereitet und kann ohne größere Beeinträchtigungen des Verkehrs umgesetzt werden.
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