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Nach tödlichem Streit in Weingarten: BGH kassiert Freispruch – Prozess wird neu aufgerollt

Der Tatort im in Weingarten im Sommer 2023. Foto (Archiv): Crash 24h -News. Produktion

Weingarten/Landau – Nach dem tödlichen Streit bei einer Grillfeier in Weingarten im Kreis Germersheim wird der Fall erneut vor Gericht verhandelt.

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat den Freispruch des Angeklagten vom Februar 2024 aufgehoben und damit den Weg für einen neuen Prozess vor dem Landgericht Landau freigemacht.

Die Richter am Landgericht Landau hatten den heute 23-Jährigen im ersten Verfahren freigesprochen. Sie waren davon ausgegangen, dass der Angeklagte aus Angst um sein eigenes Leben in einen sogenannten entschuldigten Notwehrexzess geraten sein könnte. Der BGH kassierte dieses Urteil jedoch. Nach Auffassung des Karlsruher Gerichts wurden bei der Entscheidung nicht alle Beweise in der gebotenen Weise gewürdigt. Der Freispruch hielt der rechtlichen Überprüfung daher nicht stand.

Der Prozess wurde daraufhin an eine andere Kammer des Landgerichts Landau zurückverwiesen. Das Verfahren wegen des Vorwurfs des Totschlags wird nun neu aufgerollt. Der Angeklagte muss sich erneut vor Gericht verantworten.

Der neue Prozess hat am 12. Januar 2026 vor dem Landgericht Landau begonnen. Wie das Gericht mitteilte, wurden die ursprünglich vorgesehenen Fortsetzungstermine inzwischen angepasst. Weitere Verhandlungstage sind derzeit für den 14., 19., 20., 21. und 22. Januar sowie für den 2., 3., 4., 5., 9., 10., 11., 12. und 27. Februar 2026 angesetzt.

Der tödliche Vorfall hatte sich nach einer Feier in einer Grillhütte in Weingarten ereignet und in der Region große Aufmerksamkeit ausgelöst.

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