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Mutterstadt: Mutmaßliches ranghohes IS-Mitglied von SEK festgenommen

Foto: dts Nachrichtenagentur

Foto: dts Nachrichtenagentur

Mutterstadt – Ein Terrorverdächtiger ist in Mutterstadt vorläufig festgenommen worden. Das bestätigte am Dienstag ein Sprecher des Innenministeriums in Mainz der Deutschen Presse-Agentur.

Offenbar handelt es sich um ein mutmaßliches ranghohes IS-Mitglied. Der Verdächtige kam wohl als Flüchtling ins Land. Es handelt sich um den 24-jährigen Syrer Khaled H.

In Mutterstadt erfolgte dann am Freitag der Zugriff nach Ermittlungen der Duisburger Polizei mit Unterstützung von Einsatzkräften aus Rheinland-Pfalz. Das teilte das Innenministerium in Nordrhein-Westfalen mit. Der Mann soll zuvor in einem Gefängnis in Gelsenkirchen eingesessen habe.

Laut Informationen der „Welt“ soll ein Häftling ein Gespräch zwischen zwei Asylbewerbern belauscht haben. Darin soll es angeblich um Anschlagsplanungen gegangen sein.

Allerdings habe es nach bisherigen Ermittlungen keine konkrete Bedrohungssituation gegeben, obwohl die Äußerung des Verdächtigen auf ein Bundeliga-Spiel abzielte. Die Staatsanwaltschaft habe Haftbefehl beantragt, der Syrer befinde sich derzeit in Untersuchungshaft.

Zwischenzeitlich hatte es auch Gerüchte gegeben, es gehe um einen höherrangigen Repräsentanten des IS. Laut SWR-Informationen wies dies das Innenministerium in Düsseldorf aber ausdrücklich zurück.

In Mutterstadt war der Mann zu Besuch, als er von einem Spezialeinsatzkommando der Polizei festgenommen wurde. Zuvor war er schon längere Zeit beobachtet worden.

Auf seinem Handy und Computer wurden Fotos gesichtet, die das Kampfgeschehen in Syrien zeigen. Es ist allerdings nicht klar, ob der Mann die Bilder selbst gemacht oder nur aus dem Internet hochgeladen hat. Das müssen nun die Ermittler herausfinden.

Verlobte wusste „von nix“

Die 15.jährige Verlobte des Verdächtigen habe keine Ahnung von den terroristischen Gedanken ihres Zukünftigen gehabt, berichtet der SWR. Sie habe davon nichts bemerkt, er sei immer gut zu ihr gewesen.

„Sie denkt, er hat nix gemacht“, habe ein Dolmetscher die Aussage des Mädchens übersetzt. Sie soll aus demselben Dorf wie der Festgenommene stammen und kam ebenfalls als Flüchtling mit ihrer Familie nach Deutschland.

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) lobte den „reibungslosen Ablauf zwischen den Polizeikräften aus Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen.“ (red/cli)

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