Dienstag, 16. August 2022

Micro-Influencer: Internetstar trotz geringer Followerzahl?

2. August 2021 | Kategorie: Freizeit & Hobby, Internet & Smartphones, Ratgeber

Wer neu am Markt ist und seine Produkte platzieren möchte, kommt heute um Marketing auf Social-Media-Kanälen nicht mehr herum.

Allerdings müssen sich Firmen, die via Facebook oder Instagram auffindbar sein möchten, nicht unbedingt großer Mega-Influencer bedienen. Nach und nach zeigt sich nämlich, dass gerade sogenannte Micro-Influencer dabei helfen können, bestimmte Zielgruppen noch besser zu erreichen. Diese Entwicklung ist selbstverständlich gerade für kleinere Accounts mit eher wenigen Followern besonders erfreulich.

Influencer-Marketing wird immer wichtiger

Influencer-Marketing ist ein wichtiger Marketing-Trend, an dem heute fast kein Unternehmen mehr vorbeikommt: Wer seine Produkte am Markt platzieren oder noch erfolgreicher vertreiben möchte, bedient sich sogenannter Influencer. Influencer sind dabei insbesondere Accounts, die besonders reichweitenstark sind. „Reichweitenstark“ meint dabei, dass die Accounts besonders viele Follower haben.

Aufgrund der großen Followerzahl versprechen sich Unternehme von einer Werbekampagne mit dem Influencer, besonders viele Menschen, die ihr Produkt kaufen könnten, zu erreichen. Geht dieser Plan auf, ist die Kooperation für Firmen und Instagram-Models gleichermaßen lukrativ: Während das Unternehmen mehr Produkte verkauft, erhält der Influencer eine Gage. Die gezahlten Gagen sind dabei so hoch, dass viele Influencer ihren Lebensunterhalt gut mit den Einnahmen, die sie über Social-Media-Kanäle generieren, bestreiten können.

Bisher galt dabei: Je höher die Followerzahl eines Accounts, desto höher seine Reichweite und desto größer sein Wert für Unternehmen. Im Bereich des Online-Marketings war es für Firmen besonders wichtig, lediglich mit Accounts mit hohen Followerzahlen zusammenzuarbeiten. Kleinere Accounts erhielten hingegen kaum eine Chance, ebenfalls Einnahmen über Instagram und Co. zu generieren.

Mittlerweile scheint sich das jedoch zu ändern: Immer mehr Firmen setzen heute auf sogenannte Micro-Influencer. Diese benötigen selbstverständlich auch Abonnenten und entscheiden sich teilweise für den Kauf von Abonnenten bei Abonnenten24. Insgesamt wird von Micro-Influencern jedoch eine deutlich niedrigere Followerzahl erwartet. So können auch kleinere Accounts mit Social Media Geld verdienen – gleichzeitig profitieren Unternehmen oft von noch besseren Marketing-Erfolgen.

Der Trend geht zum Micro-Influencer-Marketing

Mit steigender Professionalisierung des Influencer-Marketings zeigt sich, was Unternehmen bereits aus Print- und TV-Werbung bekannt war: Die bloße Reichweite eines Mediums hat eher geringen Einfluss auf die Erfolge, die sich mit der Marketing-Maßnahme erreichen lassen. Das bedeutet: Bloß weil die Werbemaßnahmen von einem Influencer mit vielen Followern vorgenommen werden, sind sie nicht zwingend erfolgreich. Viel Firmen setzen im Bereich des Influencer-Marketings daher mittlerweile auf die Zusammenarbeit mit sogenannten Micro- oder Medi-Influencern.

Unter dem Begriff des Micro-Influencers sind Accounts zu verstehen, die eine wesentlich geringere Reichweite haben als große Instagram-Stars. Micro-Influencer beispielsweise verfügen über eine Followerzahl von 500 bis 5.000. Medi-Influencern hingegen können bis zu 100.000 Accounts folgen.

Für diejenigen, die sich selbst gerne als Internet-Werbegesicht versuchen möchten, bedeutet das: Unter bestimmten Voraussetzungen sind für eine Karriere als Influencer nicht zwingend mehrere Hunderttausend Follower erforderlich. Vielmehr können auch diejenigen erfolgreich sein, deren Accounts durch andere Qualitäten hervorstechen.

Das müssen Micro-Influencer mitbringen

Micro-Influencer überzeugen Unternehmen nicht mit beeindruckend hohen Followerzahlen. Dennoch bringen sie aber bestimmte Qualitäten mit, von denen werbende Unternehmen profitieren:

Micro-Influencer sind meist auf eine bestimmte Nische (z. B. Kinder, Familie, Ernährung, etc.) spezialisiert und bringen eine treue und besonders aktive Followerschaft mit. Micro-Influencer interagieren besonders intensiv mit ihren Followern – die Follower danken ihnen dies durch eine hohe Interaktionsrate (etwa in Form von Likes).

Aus der kleinen aber besonders aktiven Followerschaft ergeben sich für Unternehmen verschiedene Vorteile: Insbesondere wird die Meinung des Micro-Influencers von Followern als besonders authentisch wahrgenommen. Die größere Nahbarkeit macht den Influencer für Follower verlässlicher als einen großen Account.

Engagement und Glaubwürdigkeit sind oft wichtiger als Followerzahlen

Klassische Influencer mit besonders hohen Followerzahlen leben allein von dieser Reichweite: Hat ein Influencer eine Million Follower, gehen Unternehmen davon aus, über ihn eine Million potenzieller Kunden erreichen zu können. Mittlerweile stellt sich jedoch immer öfter heraus, dass dieser Plan oft nicht aufgeht:

Erhält etwa ein Foto eines Influencers 25.000 Likes, scheint das erst einmal beeindruckend. Hat der Account jedoch 1,1 Millionen Follower, wird klar, dass sich nur 2,4 Prozent der Follower aktiv für das Bild interessiert haben. Für ein Unternehmen, das seine Produkte platzieren möchte, ist diese sogenannte „Engagement-Rate“ oft zu gering.

Das geringe Engagement der Follower großer Accounts hängt dabei oft damit zusammen, dass die Accounts nicht auf ein bestimmtes Thema spezialisiert sind. Ihre Follower kommen aus allen Bereichen – für Unternehmen ist es daher schwer zu beurteilen, wie viele der Follower sich für ihr Produkt tatsächlich interessieren.

Leichter fällt Unternehmen darum oft die Zusammenarbeit mit Micro-Influencern. Sie sind auf ein bestimmtes Thema spezialisiert – werbende Unternehmen können sich daher sicher sein, für welche Produkte sich Follower dieses Influencers interessieren. Zusätzlich dazu werden Postings des Micro-Influencers oft als glaubwürdiger wahrgenommen. Wirbt der Micro-Influencer für ein Produkt, wirkt das auf seine Fans besonders überzeugend.

Für diejenigen, die sich selbst als Influencer versuchen möchten, bedeutete das: Eine besonders beeindruckende Follower-Zahl ist oft nicht nötig, um mit Social Media erfolgreich zu werden. Schließlich lässt sich auch mit wertvollen und authentischen Inhalten, die eine spezielle Nische bedienen, eine aktive Community aufbauen und für Unternehmen interessant sein.

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