
Michael Hose
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Die CDU stellt ihre Parteiführung neu auf: Christina Stumpp gibt ihr Amt als stellvertretende Generalsekretärin zum 21. September ab. Ihr Nachfolger soll der Thüringer Bundestagsabgeordnete Michael Hose werden. Er soll den Posten zunächst kommissarisch übernehmen. Endgültig besetzen kann ihn nur ein Bundesparteitag.
Die CDU teilte am Freitagabend mit, Parteichef Friedrich Merz und Stumpp hätten sich in persönlichen Gesprächen gemeinsam auf ihren Rückzug verständigt. Stumpp bleibt Bundestagsabgeordnete.
Ganz freiwillig wirkt der Abschied allerdings nicht. In den vergangenen Tagen war bereits über eine Ablösung der 38-Jährigen berichtet worden. Stumpp hatte entsprechende Berichte am Mittwoch noch dementiert. Nach Informationen mehrerer Medien hatte Merz ihr den Rückzug nahegelegt.
Erst dementiert, dann zur „gemeinsamen Entscheidung“ deklamiert“
Hintergrund ist die Neuordnung der CDU-Führung. Nachdem Carsten Linnemann ins Gesundheitsministerium gewechselt war, übernahm Franziska Hoppermann das Amt der Generalsekretärin. Nun wird auch die Position ihrer Stellvertreterin neu besetzt.
Medienberichten zufolge hatte Stumpp sich zunächst gegen ihre Ablösung gewehrt. Merz soll Stumpp bereits vor einigen Tagen zum Rückzug aufgefordert bzw. ihr diesen nahegelegt haben. Stumpp wollte dem zunächst offenbar nicht folgen. Sie dementierte am Mittwoch sogar öffentlich: „Das ist unzutreffend. Ich bin weiterhin stv. Generalsekretärin der CDU Deutschlands.“
Dann kam offenbar das persönliche Gespräch mit Merz und plötzlich wurde aus dem dementierten Rücktritt eine „gemeinsame Entscheidung“. Merz begründete den Wechsel offiziell vor allem mit einer stärkeren Berücksichtigung Ostdeutschlands in der CDU-Führung. Die Partei müsse als „Partei der Deutschen Einheit“ West- und Ostdeutschland noch stärker personell abbilden, erklärte der CDU-Chef.
Mit Michael Hose soll deshalb ein Politiker aus Thüringen auf Stumpp folgen. Der 41-Jährige ist Bundestagsabgeordneter und war zuvor Lehrer und Schulleiter in Erfurt. Gemeinsam mit der ebenfalls stellvertretenden Generalsekretärin Franziska Hoppermann soll er nach den Vorstellungen von Merz unterschiedliche Perspektiven in die Parteiführung einbringen.
Stumpp hatte das Amt der stellvertretenden Generalsekretärin seit 2022 inne und war erst im Februar 2026 auf dem CDU-Bundesparteitag in Stuttgart erneut bestätigt worden. (red / dts Nachrichtenagentur)