
Daniel Cypria vom Bauamt der Verbandsgemeinde (li.) und Bürgermeister Mike Schönlaub beim Richtspruch.
Foto: Pfalz-Express / Licht – Bilderstrecke am Textende
Kandel – Trotz grauer Wolken und teils nassem Rohbau herrschte gute Stimmung beim Richtfest für die neue Mensa der Ludwig-Riedinger-Grundschule.
Zahlreiche Gäste waren gekommen: Vertreter aus Politik, Verwaltung und Schule, interessierte Bürger oder auch Svend Larsen, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Südpfalz.
Bürgermeister Mike Schönlaub eröffnete die Veranstaltung und begrüßte alle. „Hier entsteht mehr als grauer Beton. In diesem Gebäude wird künftig nicht nur gegessen, sondern geredet, gelacht und Freundschaften werden entstehen“, sagte Schönlaub. „Die neue Mensa ist ein Ort, an dem sich Kinder wohlfühlen, Gemeinschaft erleben und Zeit in Geborgenheit verbringen können.“
Er dankte allen Beteiligten, von den Planern und Architekten über die Bauleiter und Handwerker bis hin zu den Mitarbeitern der Verwaltung und des Schulpersonals.
Langer und teurer Weg
Andreas Reiniger vom Bauamt, zuständig für Hochbaumaßnahmen und über die meiste Zeit des Projekts verantwortlich, erläuterte den langen Weg des Vorhabens. Vorgeschrieben war ein Architektenwettbewerb, an dem sich 15 Büros aus dem In- und Ausland beteiligten. Das Karlsruher Büro „zwo/elf“ erhielt 2018 schließlich den Auftrag.
Nach über sechs Jahren Planung begannen die Bauarbeiten, verzögert durch komplexe Richtlinien, langwierige Förderverfahren und eine Insolvenz bei den Erdarbeiten. Ein veritables Beispiel für die oft sinnlose Bürokratie und Vorschriften im Bauwesen, stellvertretend für zahllose andere Projekte in Deutschland. Ursprünglich auf rund 2,5 Millionen Euro veranschlagt, haben sich die Kosten mittlerweile auf über acht Millionen Euro erhöht.
In Beton gegossen
Matthias Tebber, Architekt des Projekts, war sichtbar froh, dass der Rohbau nun steht. „Beton schafft Tatsachen.“ Tebber wies darauf hin, dass die Planung des Gebäudes sehr komplex sei und viele technische Details enthalte, die man von außen kaum erkennen könne. Die örtlichen Handwerksbetriebe indes seien super und leistungsfähig. Bauleiter Rasmus Zielwan begleitete die Bauarbeiten maßgeblich.
Für die Energieversorgung wurde ein effizientes Geothermie-System entwickelt. Außerdem habe man darauf geachtet, die Schulhoffläche so groß wie möglich zu belassen, um den Kindern ausreichend Raum zum Spielen und Bewegen zu bieten.
Daniel Cypria, Reinigers Nachfolger beim Bauamt, übernahm die Baustelle mit dem Fundamentbau und lobte die gute Kommunikation auf der Baustelle und die Zusammenarbeit aller Teams. „Das läuft wirklich toll.“
Gemeinsam mit Bürgermeister Schönlaub kletterte er auf das Dach des Rohbaus, wo das Richtbäumchen angebracht war. Oben in luftiger Höhe wünschte Cypria „Glück und Segen für Mensch und Haus.“
Die neue Mensa soll 2026 eröffnet werden. Das Gebäude umfasst neben dem Speisesaal moderne Küchen- und Ganztagsräume sowie Multifunktions- und Sozialbereiche. Es ersetzt die bisherige provisorische Mensa in der Stadthalle und soll den Bedürfnissen einer zeitgemäßen Ganztagsschule gerecht werden. (cli)
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