[1]Vor ihm zitterten die Schriftsteller: Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki war bekannt für seine gnadenlosen Beurteilungen.
Foto: dts Nachrichtenagentur
Frankfurt – Der berühmte Literaturkritiker und Publizist Marcel Reich-Ranicki ist tot.
Er verstarb mit 93 Jahren, berichtete der Mit-Herausgeber der „FAZ“ Frank Schirrmacher durch den Kurznachrichtendienst Twitter. „Wir trauern alle, noch vor zwei Stunden habe ich ihn besucht.“ Ranicki galt als einer der einflussreichsten deutschsprachigen Literaturkritiker. Im März wurde bekannt, dass er an Krebs erkrankt war.
Reich Ranicki wurde 1920 in Włocławek in Polen geboren. Als Jude überlebte er das Warschauer Ghetto und heuerte später bei der polnischen kommunistischen Geheimpolizei UB an.
Ab August 1958 arbeitete er als Literaturkritiker im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Vom 25. März 1988 bis zum 14. Dezember 2001 leitete Reich-Ranicki die Sendung „Das Literarische Quartett“ im ZDF, mit der er bei einem größeren Publikum einen hohen Bekanntheitsgrad und den Beinamen „Literaturpapst“ erlangte. (red/dts Nachrichtenagentur)
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