
Foto: Pfalz-Express
Mannheim/Heidelberg. Am 9. März 2025 kam es bei der Durchfahrt des RE 10b am Haltepunkt Mannheim Maimarkt/Arena zu einem Vorfall, bei dem ein Türflügel abriss.
Die Bundespolizei hat ihre Ermittlungen nun abgeschlossen und menschliches Versagen als Ursache ausgeschlossen. Stattdessen wurde ein technischer Defekt festgestellt.
Die Bundespolizeiinspektion Karlsruhe nahm die Untersuchung unmittelbar nach dem Vorfall auf. Dabei wurden Zeugen befragt und in Zusammenarbeit mit der SWEG Bahn Stuttgart (SBS) technische Daten wie der Fahrdatenspeicher und das Störungsbuch ausgewertet. Zusätzlich wurden Videoaufzeichnungen aus den Hauptbahnhöfen Mannheim und Heidelberg herangezogen.
Die Ermittlungen ergaben: Auf der Fahrt von Heilbronn nach Mannheim fuhr der Zug mit einer einwandfrei verschlossenen Tür in den Heidelberger Hauptbahnhof ein. Kurz vor der Abfahrt Richtung Mannheim funktionierten die Türen zunächst störungsfrei.
Doch Videoaufnahmen zeigen, wie eine Person kurz vor dem Start den Schließvorgang unterbrach, indem sie Arm und Fuß aus der Tür streckte. Einklemmsensoren öffneten die Tür daraufhin wieder, wobei ein technischer Defekt entstand. Nachdem die Person ausgestiegen war, schloss die Tür erneut, blieb jedoch im unteren Bereich sichtbar beschädigt. Der Zug setzte seine Fahrt nach Mannheim fort.
In Mannheim wurde die Fahrtrichtung geändert, wodurch die defekte Tür auf die Windseite geriet. Bei der Durchfahrt am Haltepunkt Maimarkt/Arena überschritt die Tür das Lichtraumprofil zur Bahnsteigkante, blieb hängen und riss ab.
Die genaue Ursache des technischen Defekts wird nun von der SWEG Bahn Stuttgart in enger Zusammenarbeit mit dem Eisenbahnbundesamt weiter untersucht.
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