- Pfalz-Express - https://www.pfalz-express.de -

Livestreaming: Wenn aus dem Hobby ein Beruf wird

Besonders bei jungen Menschen nimmt das Interesse am Fernsehen ab. Das liegt aber nicht daran, dass sie weniger Zeit vor dem Bildschirm verbringen, sondern an der steigenden Nutzung von Streaming-Plattformen.

Dort schauen viele Nutzer entweder dabei zu, wie Streamer ihre Lieblingsspiele spielen oder versuchen sich selbst als Streamer. Was als Hobby beginnt, hat sich für den ein oder anderen Streamer mittlerweile zu einer wichtigen Einnahmequelle entwickelt.

Die lockere Plauderei oder der Bestseller: Alle Kategorien sind vertreten

Streaming-Plattformen wie Twitch, YouTube Live oder Kick haben im Vergleich zum klassischen Fernsehen einen großen Vorteil: Sie sind soziale Netzwerke. Was erst einmal unspektakulär klingt, entfaltet auf den zweiten Blick seine Wirkung. Schließlich steigt die Zahl der Nutzer auf den großen Plattformen [2] seit Jahren kontinuierlich an, was die große Beliebtheit eindrucksvoll unterstreicht.

Warum die sozialen Medien populär sind, liegt auf der Hand: Anders als in den klassischen Medien findet eine dauerhafte Interaktion zwischen den involvierten Parteien statt. Der Streamer verbreitet seine Inhalte, die praktisch ohne Verzögerung vom Publikum kommentiert werden. Zuschauer fühlen sich dadurch viel verbundener mit dem Medium, als es im Fernsehen der Fall ist. Dort besteht eigentlich keine Gelegenheit, seine eigene Sicht auf die Dinge mitzuteilen – oder zumindest nur gefiltert.

Ein weiterer großer Vorteil liegt in der Bandbreite der Angebote auf den Streaming-Plattformen. Es gibt dort nichts, was nicht funktionieren kann. Das zeigen die Statistik von Twitch sowie die Angaben von CyberGhost [3].

So dominiert seit Gründung der Plattform die Kategorie „Just Chatting“, bei der Streamer über willkürliche Themen mit ihrer Community reden. Doch natürlich haben viele Zuschauer auch Freude daran, wenn ein Streamer ihr Lieblingsspiel spielt.

Einkommen über Abonnenten oder Werbung

Der Erfolg von diesen einfachen Kategorien zeigt deutlich, warum die Plattformen so erfolgreich sind. Sie bieten einen einfachen Einstieg, der sogar ohne Kenntnisse oder technisches Know-how [4] zu meistern ist.

Im Grunde müssen angehende Streamer einfach nur ihr Set-up organisieren, ehe sie loslegen können. Dieses simple Prinzip hat schon vielen Hobbystreamern eine große Reichweite beschert, durch die das Streaming fortan zu ihrer Haupteinnahmequelle avancierte.

Dennoch ist vielen Laien noch immer nicht ganz klar, wie das überhaupt funktioniert. Allerdings ist auch das einfach erklärt. Ein beträchtlicher Teil der Einnahmen kommt von den Zuschauern selbst.

Diese haben die Möglichkeit, den Streamer über verschiedene Modelle direkt zu unterstützen. Das fängt bei niedrigen Spenden an und geht bis hin zu Abo-Modellen, die vergleichbar mit anderen Diensten sind. Im Gegensatz zum Pay-TV oder Anbietern wie Netflix sind die Inhalte trotzdem allen zugänglich. Ein Abo bringt somit nur zusätzliche Vorteile wie mehr Emojis für den Livechat oder Zugang zu besonderen Events des Streamers.

Jedoch ist genau das ein Schlüssel für den Erfolg der Seiten, da die freiwillige Basis die Bereitschaft zur Unterstützung erhöht. Wenn ein Streamer genügend Zuschauer mit seinen Inhalten überzeugen kann, kommt über geschaltete Werbung [5] eine weitere Einnahmequelle hinzu.

Der Streamer wirbt dann auf seinem Kanal für seine Partner und erhält entweder eine fixe Summe oder einen Anteil an den über ihn getätigten Käufen. Diese einfache Zugänglichkeit macht Streaming attraktiv und erklärt den Siegeszug der Plattformen.

Gefällt Ihnen unsere Zeitung?

Fügen Sie den Pfalz-Express als bevorzugte Quelle bei Google hinzu. So verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten aus der Region.

⭐ Bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen [11]