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Landtagswahl 2026 in Rheinland-Pfalz: SPD verteidigt Direktmandat in Wahlkreis 49 „Südliche Weinstraße“

Alexander Schweitzer zieht als Direktkandidat des Wahlkreises SÜW wieder in den Landtag ein.
Foto: Pfalz-Express / Epple

Mainz/SÜW– Ein historischer Machtwechsel bahnt sich in Rheinland-Pfalz an: Die CDU hat die Landtagswahl am 22. März 2026 mit 31,0 Prozent der Zweitstimmen gewonnen und löst nach 35 Jahren die SPD als stärkste Kraft ab. Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) muss dennoch nicht um sein eigenes Mandat bangen – im Wahlkreis 49 „Südliche Weinstraße“ verteidigte er das Direktmandat souverän.

Laut vorläufigem amtlichen Ergebnis des Landeswahlleiters kommt die CDU landesweit auf 31,0 Prozent (+3,3 Punkte), die SPD auf 25,9 Prozent (–9,8 Punkte). Die AfD legt stark zu und erreicht 19,5 Prozent (+11,2 Punkte), die Grünen landen bei 7,9 Prozent (–1,4 Punkte). FDP und Freie Wähler scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde. Der neue Landtag wird 105 Abgeordnete umfassen: CDU 39 Sitze, SPD 32, AfD 24, Grüne 10. Eine Große Koalition unter CDU-Führung gilt als wahrscheinlich.

Im Wahlkreis 49 (Südliche Weinstraße) hält die SPD stand

Der Wahlkreis 49 umfasst Teile des Landkreises Südliche Weinstraße (u. a. Annweiler am Trifels, Bad Bergzabern, Herxheim, Landau-Land) sowie die Verbandsgemeinde Kandel im Landkreis Germersheim.

Hier zeigte sich ein deutlich anderes Bild als im Landesdurchschnitt: Die SPD blieb die stärkste Partei. Bei den Erststimmen (Direktmandat) siegte Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) mit 41,1 Prozent – zum dritten Mal in Folge. Deutlicher Abstand zum Zweitplatzierten Sven Koch (CDU) mit 26,3 Prozent. Die AfD-Kandidat Eugen Ziegler landete bei rund 18,5 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 74 Prozent (plus 4,4 Punkte im Vergleich zu 2021).

Bei den Zweitstimmen (Parteistimmen) erreichte die SPD im Wahlkreis 32,4 Prozent (–5,7 Punkte), gefolgt von der CDU mit 25,8 Prozent und der AfD mit 20,1 Prozent (+10,1 Punkte). Die Grünen kamen auf 7,6 Prozent, Freie Wähler auf 4,2 Prozent. Schweitzer liegt damit weit über dem landesweiten SPD-Ergebnis und erzielt eines der besten Resultate seiner Partei in ganz Rheinland-Pfalz.

Schweitzer: „Persönliches Vertrauen der Wählerinnen und Wähler“

Der SPD-Spitzenkandidat und amtierende Ministerpräsident zeigte sich erleichtert: „Das Direktmandat in der Südlichen Weinstraße zu halten, ist ein starkes Signal persönlichen Vertrauens – auch wenn wir landesweit Verluste hinnehmen mussten.“ CDU-Kandidat Sven Koch gratulierte dem Gewinner.

Der Wahlkreis Südliche Weinstraße galt traditionell als SPD-Hochburg. Trotz des bundesweiten Trends und der landesweiten Verluste der Sozialdemokraten konnte Schweitzer – der den Kreis bereits 2016 und 2021 gewonnen hatte – sein Mandat klar verteidigen.

Auch in den Landtag eingezogen über die Landesliste ist Eugen Ziegler von der AfD. 

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