Landau. Claudia Sieling, Vorsitzende SPD Ortsverein Landau und Aydin Tas, Stellvertretender Vorsitzender, äußerten sich in einem Statement zum „Tag des Flüchtlings“ am 30. September.
„Verursacht durch Krieg, Terror, Gewalt und Verfolgung sind etwa 60 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Wohlwissend, dass die Flucht mit Gefahren, Hindernissen und Restriktionen verbunden ist, fliehen diese Menschen, um ihr Leben zu retten.
Denn jeder von ihnen hat eine eigene Geschichte, die mit einem Schicksal verbunden ist. Europa ist Hauptziel der flüchtenden Menschen.
Mit der Flucht entgehen sie erst einmal ihrem Schicksal in ihren Heimatländern und eröffnen gleichzeitig ein neues Kapitel, mit vielen Fragen und Herausforderungen, die sich nicht nur die Betroffenen stellen, sondern auch die aufnehmende Gesellschaft.“
Wir sind froh, dass unsere Gesellschaft der Herausforderung durch die Not der Flüchtlinge nicht ausgewichen ist. Viele ehrenamtliche Helfer versuchen, diese Not der Flüchtlinge zu lindern.
Doch wie geht es weiter? Wie gelingt die Integration von Menschen mit unterschiedlichen Sprachen, Traditionen, Kulturen und Religionen? Können Werte wie Freiheit, Gleichberechtigung von Mann und Frau, Sicherheit und Recht in Europa und Deutschland bewahrt werden?
Werden die geflüchteten Menschen wieder in ihre Heimatländer zurückkehren können? Ergeben sich auch Chancen für unsere Gesellschaft z.B. in Bezug auf Fachkräfte? Fragen über Fragen, die auf ihre Antworten warten.“
„Dem Recht auf Asyl, das im Grundgesetz niedergelegt ist und den Verpflichtungen, die sich aus der Genfer Flüchtlingskonvention ergeben, wird unser Land nur gerecht, wenn wir uns gemeinsam einbringen“ so der Stellvertretender Vorsitzender Tas und fügt hinzu: „Eine ganz besondere Aufgabe kommt hierbei auf die geflüchteten Menschen hinzu. Sie müssen ihren Beitrag für ein friedvolles Miteinander leisten und sich den Gepflogenheiten und Gesetze des Landes anpassen“.
„Neben der großen Bereitschaft zur Hilfe sehen wir mit großer Sorge, dass Populisten in Deutschland und anderswo in Europa wachsenden Zuspruch finden und Ressentiments gegen Zuwanderer und Flüchtlinge schüren. Die steigende Zahl von Anschlägen auf Moscheen, die unzähligen antisemitischen Angriffe, die anhaltende Gewalt gegen Flüchtlinge und ihre Unterkünfte müssen uns alle entsetzen“, so Claudia Sieling.
„Die Hilfsbereitschaft der Menschen fördert nicht nur das Zusammenleben von Flüchtlingen und Einheimischen, sondern zeigt, dass Deutschland eine starke und menschliche Gesellschaft ist und die neue Vielfalt wird als Chance verstanden. Denn wo Angst und Hass sich ausbreiten wollen, kann Begegnung helfen, Vorurteile abzubauen. Wir treffen Menschen mit ähnlichen Hoffnungen und Sorgen und der Sehnsucht nach einem Leben in Frieden.
Wir sind überzeugt: Dialog und Begegnung bringt die Menschen näher und lässt kein Raum für Vorurteile, Hass und Ablehnung“, so die beiden Sozialdemokraten. (red)
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