
Die Baugrube wurde mit Spundwänden abgestützt. Diese werden nachdem die Tiefgarage fertig ist und mit Erde verfüllt ist, wieder entfernt.
Foto: Pfalz-Express/Epple
Landau. Nachdem der Stadtvorstand und der Hauptausschuss grünes Licht für das Vorhaben gegeben haben, wurde nun auch im Stadtrat abgestimmt. Es geht um das sogenannte „Landauer Loch“, ehemaliges Kaufhofgelände und angedachtes „Stadttor Landau“.
Im Stadtrat war unter Punkt 12 die Entwicklungsperspektive des Grundstücks Maximilianstraße/Ecke Ostbahnstraße behandelt worden. Die Sparkasse will ein Dienstleistungszentrum [1] errichten. Die Stadt Landau beschäftigt sich mit „Folgenutzungsmöglichkeiten für die Sparkassenstandorte an der Ostbahnstraße und der Marie-Curie-Straße.
Drei Punkte wurden zur Beschlussfassung vorgestellt. Unter Punkt 1 beauftragt die Verwaltung, den bestehenden städtebaulichen Vertrag aufzuheben und durch einen neuen Vertrag zu ersetzen und diesen Vertrag dann den Gremien vorzulegen.
Der zweite Punkt beauftragt die Verwaltung, die Sparkassenimmobilie an der Ostbahnstraße 10 auf ihre Eignung als zukünftigen Verwaltungssitz der Stadt zu überprüfen und mit dem Grundstückseigentümer (der Sparkasse) in Kaufverhandlungen einzutreten. Die Gremien sollen unterrichtet werden. Wenn Punkt zwei zu einem positiven Ergebnis geführt hat, soll der dritte Punkt umgesetzt werden. Das Baufeld 7b im Wohnpark Am Ebenberg wird dann für die Wohnbebauung frei – die Verwaltung soll dann ein Konzeptverfahren für das Grundstück vorbereiten.
Die Ausgangslage wurde noch einmal von Kamplade mittels Bildvortrag verdeutlicht und sie ist ja mittlerweile auch bekannt. Geißler betonte, man habe „unzählige Gespräche“ mit dem Eigentümer geführt, es gebe eine Vereinbarung, aber noch keinen Vertrag.
Man wolle keine finalen Beschlüsse fassen, so Geißler. Es gehe zunächst um Prüfung aller Punkte; Vorstudien habe man gemacht. Im Sparkassendienstleistungszentrum werden 400 Menschen arbeiten – das Gebäude solle eine besondere Ausstrahlung auf das Bahnhofsquartier darstellen.
Eine Nutzung als Büro und Dienstleistungszentrum soll durch eine Fassadenänderung unterstrichen werden. Denkbar sind Flachdächer, die begrünt werden könnten. Was den Ankauf der ehemaligen Sparkassenimmobilie in der Ostbahnstraße betrifft, so „scheint es ein hervorragender Standort für die Verwaltung zu sein“, vermutet Geißler. Insgesamt sei es in einem guten Zustand mit Keller und Stellplätzen – allerdings müsse der Kaufpreis stimmen. Dies unterstrich auch Bürgermeister Hartmann. Man habe noch keinen Preis besprochen. Das Gebäude war vor 20 Jahren grundsaniert worden.
Die SPD fand das sei eine „gute Lösung“. Die CDU lässt fragen, ob es schon einen Termin für eine Gestaltungskommission gebe, was Kamplade mit „ja“ beantwortete. Die Ostbahnstraße habe Potential, sagen die Grünen. Man wolle aber keinen Druck, auch nicht auf Kosten der Überlegungen zur Wohnnutzung in der Cornichonstraße. FWG und P&S geht das Ganze zu schnell.
Die Linken „teilen nicht die Euphorie“, empfinden Empörung über das Vorgehen der Stadtspitze. Sie sehen das Sparkassendienstleistungszentrum nicht als Kundenmagnet und nicht als Chance für die Stadt. Geißler ärgerte sich, dass die Linken den Investor „herabwürdigen“. „Wir sind gottfroh, dass wir eine Lösung mit der Sparkasse gefunden haben“. „Es geht ja heute nur ums Prüfen“, so Wolfgang Harsch von den Freien Wählern. „Es nicht zu tun, wäre fahrlässig“. Die AfD hat ausdrücklich zugestimmt. „Ich habe es als die beste Lösung gesehen. Natürlich soll der Kaufpreis stimmen“, so AfD-Fraktionsvorsitzender Norbert Herrmann.
Es wurde abgestimmt: In den nächsten Wochen will man sich im Bauausschuss etc. weiter damit beschäftigen.

Am 10.9. wurden die Zugversuche zur Standfestigkeit der Baugrube durchgeführt. Die Prüfungen der Spundwände wurde erfolgreich abgeschlossen. Es gab keine Probleme.
Foto: Pfalz-Express/Epple
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