Samstag, 19. Oktober 2019

Landauer Horstbrücke wird abgerissen und neu gebaut: Baubeginn voraussichtlich im Herbst 2018 – Verkehrsminister Wissing übergibt Förderbescheid 

23. Dezember 2017 | 2 Kommentare | Kategorie: Landau, Regional
Oberbürgermeister Thomas Hirsch, Verkehrsminister Dr. Volker Wissing, die Landtagsabgeordnete Christine Schneider und Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron (v.l.n.r.) bei der Übergabe des Förderbescheids für die Landauer Horstbrücke. Foto: Stadt Landau

Oberbürgermeister Thomas Hirsch, Verkehrsminister Dr. Volker Wissing, die Landtagsabgeordnete Christine Schneider und Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron (v.l.) bei der Übergabe des Förderbescheids für die Landauer Horstbrücke.
Foto: Stadt Landau

Landau – Die Stadt durfte sich wenige Tage vor Heiligabend über ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk freuen: Verkehrsminister Dr. Volker Wissing (FDP) übergab bei einem Vor-Ort-Termin den Förderbescheid des Landes für den geplanten Abbruch und Neubau der Horstbrücke.

Der Stadtrat soll die Arbeiten im Sommer kommenden Jahres vergeben, der Baubeginn ist für Herbst 2018 vorgesehen und voraussichtlich im Sommer 2020 soll der Neubau der Brücke abgeschlossen sein.

„Dank der Förderzusage können wir dieses für unsere Stadt so wichtige Bauvorhaben nun in Angriff nehmen und mit den konkreten Vorbereitungen für die Ausschreibung beginnen“, begrüßte Oberbürgermeister Thomas Hirsch die Bescheidübergabe.

Der im Jahr 1963 erbaute Nordteil der Landauer Horstbrücke ist dringend sanierungsbedürftig. Bereits seit 2013 wird der ältere der beiden Brückenteile durch Betonpoller verengt, um die Durchfahrt von Lastwagen zu verhindern.

20.000 Fahrzeuge passieren die Brücke jeden Tag, betonte Hirsch: „Das Bauwerk ist „Lebensader“ der Stadt und wichtige Ost-West-Verbindung zwischen Innenstadt und Horst, der in den vergangenen Jahren eine dynamische Entwicklung erfahren hat.“

Stadtverwaltung und Stadtrat waren bereits 2014 übereingekommen, dass nur der Abriss und komplette Neubau des maroden Brückenteils eine verkehrstechnisch und wirtschaftlich sinnvolle Lösung darstellt.

Nach drei Jahren Planung und der Diskussion verschiedener Neubauvarianten, unter anderem mit dem Landesrechnungshof, ist Landau nun froh, dass die Umsetzung des Großprojekts in greifbare Nähe rückt. „Ich möchte mich beim Land Rheinland-Pfalz ausdrücklich für die Unterstützung bei der Umsetzung bedanken“, so Hirsch.

Die neue Brücke wird mit knapp 9 Metern Breite etwas schmaler ausfallen als die Bestandsbrücke mit 10,50 Metern. Die Leistungsfähigkeit werde dadurch jedoch nicht eingeschränkt, versprach der OB beim Pressegespräch anlässlich der Förderbescheidübergabe. Durch den Neubau erhoffe man sich im Gegenteil eine Entschärfung des Unfallschwerpunkts Horstbrücke.

Die konkreten Planungen werden noch vorgestellt, wenn der Baubeginn näher rückt und wenn die Vergabe ansteht, sagte die Stadt auf Nachfrage des Pfalz-Express. Der Verkehr soll während des Abrisses und Neubaus über den südlichen Teil der Brücke fließen – dieser bleibe von den Arbeiten unberührt.

Abriss und Neubau des Nordteils der Brücke werden voraussichtlich rund 5 Millionen Euro kosten. Das Land Rheinland-Pfalz trägt 75 Prozent der förderfähigen Kosten.

Verkehrsminister Wissing, selbst gebürtiger Landauer, betonte bei der Förderbescheidübergabe im Rathaus die Bedeutung der Stadt Landau für die Südpfalz.

„Landau wächst und entwickelt sich hervorragend, das fällt bei jedem Besuch aufs Neue ins Auge“, so Wissing. „Es freut mich, dass die Stadt sich entschieden hat, etwa mit dem Neubau der Horstbrücke auch ihre Verkehrsinfrastruktur zu ertüchtigen, um den Aufgaben, die ihr als großes Mittelzentrum zufallen, gerecht zu werden. Die Horstbrücke ist ein wichtiges Bauwerk für die gesamte Stadt, dessen Sanierung wir als Land Rheinland-Pfalz gerne unterstützen.“ (red/ld)

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2 Kommentare auf "Landauer Horstbrücke wird abgerissen und neu gebaut: Baubeginn voraussichtlich im Herbst 2018 – Verkehrsminister Wissing übergibt Förderbescheid "

  1. Änner ausm Nirchendwo sagt:

    Von der Zeitplanung ähnlich durchdacht wie die Baustelle DIREKT VOR DER LANDAUER HAUPTPOST AN WEIHNACHTEN! Was muss man gesoffen haben, um auf so eine Schnapsidee zu kommen?

    Und wie wird der Verkehr geregelt? Klar, je eine Fahrspur auf dem übrigen Teil der Brücke, die dann nach dem Neubau ebenfalls zum Abriss freigegeben werden muss, weil die Belastung während der mindestens 2 jährigen Bauzeit der ’neuen‘ Brücke auch diesen Teil dann marode gemacht hat….. meine Güte, unsere Verwaltung ist auch zu nix zu gebrauchen und zu allem fähig!

  2. Chris sagt:

    Mit großem Interesse erwarte ich ihre Alternativvorschläge.

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