
Im Alten Kaufhaus in Landau fand jetzt die 17. gemeinsame Netzwerkkonferenz der Jugendämter der Stadt Landau und des Landkreises Südliche Weinstraße statt.
Quelle: Stadt Landau
Landau – Wie Kinder mit Behinderung besser geschützt und unterstützt werden können, darüber haben Fachleute aus Landau und dem Landkreis Südliche Weinstraße beraten.
Rund 150 Teilnehmer aus Schule, Kita, Medizin, Sozialarbeit, Verwaltung und Ehrenamt trafen sich im Alten Kaufhaus, um Ideen auszutauschen und neue Wege im Kinderschutz zu diskutieren.
Seit 2008 arbeiten die Jugendämter beider Gebietskörperschaften eng zusammen. Ihr Ziel: Kinder und Jugendliche sollen sicher aufwachsen – egal, welche Voraussetzungen sie mitbringen. Gastgeberin war in diesem Jahr die Stadt Landau mit den Koordinatorinnen Veronique Wenzel und Karoline Distler vom städtischen Jugendamt, die durch das Programm führten.
Wenn jedes Kind dazugehören kann
Im ersten Teil der Veranstaltung stand die Frage im Mittelpunkt, wie Kinder mit Behinderung besser eingebunden werden können in Schule, Freizeit und Familie. Referentin Kristin Schmitt beschrieb in ihrem Vortrag die Lebenswelt dieser Kinder und zeigte, wie Barrieren abgebaut und Fachkräfte sensibilisiert werden können. Ergänzend berichteten Praktikerinnen und Praktiker aus Schule und Elternarbeit von ihren Erfahrungen, von Erfolgen, aber auch von Hürden im Alltag.
Schutz beginnt mit Aufmerksamkeit
Im zweiten Teil ging es um den besonderen Schutzbedarf von Kindern mit Behinderung. Fehlende Teilhabe könne schnell zu zusätzlicher Belastung oder Gefährdung führen, machte Kristin Schmitt deutlich. Anhand eines Praxisbeispiels zeigte sie, wie wichtig es ist, Unterstützung individuell und passgenau zu gestalten.
Lena Dürphold, Beigeordnete und Jugenddezernentin der Stadt Landau, betonte die gemeinsame Verantwortung: „Inklusion bedeutet, allen Kindern die gleichen Chancen auf Teilhabe zu ermöglichen – unabhängig von ihren Fähigkeiten oder Beeinträchtigungen. Das gelingt nur, wenn wir gemeinsam Verantwortung übernehmen, Barrieren abbauen und Kinder in ihrer Vielfalt sehen. […]“
Die Fachleute wollen das Thema nun vertiefen. In Arbeitsgruppen und Fachkreisen sollen konkrete Empfehlungen und Projekte entstehen, um Kinder mit Behinderung besser zu schützen und zu begleiten.
Hintergrund
Die Jugendämter von Landau und der Südlichen Weinstraße sorgen gemeinsam dafür, dass Kinder und Jugendliche wirksam vor Vernachlässigung, Misshandlung und Missbrauch geschützt werden. Zum Netzwerk gehören unter anderem Schulen, Beratungsstellen, Gesundheitsdienste, Polizei und viele Einrichtungen der Jugendhilfe.
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